Pfirsisch-Sahne

Einsam radle ich dahin,
Wärme auf dem Rücken,
Kälte von vorn,
Wind und noch mehr Wind,
trotze ihm Zentimeter
um Zentimeter ab;

Zuhaus, Türe auf.
Da.

Schaue zu,
wie Dampf aufsteigt
aus dem Kocher
- Vorfreude -
Fülle heißes Wasser
in die Tasse;

Ergebnis: Pfirsisch-Sahne-Tee.

Scheiß Tag

… der damit anfing, dass ich verschlafen hab. Erste eine Stunde später als normal aufgestanden. Zum Glück hat meine Gastmum mich zur Zugstation gefahren. Habe sogar noch meinen Zug erwischt. Komischerweise war in dem Zug keine einzige Menschenseele, erst als wir einstiegen und er blieb auch so leer. Sehr sehr mysteriös.

Dann ist Holger krank geworden, Entzündung im Ohr, wenn es morgen früh nicht besser ist, muss er sogar ins Krankenhaus.

Meine Motivation war heut am Tiefstpunkt.

Und zu guter Letzt ist meine Wasserflasche im Laptop-Rucksack ausgelaufen. Die ist jetzt schon ne weile putt, der deckel ist nicht mehr fest dran, sondern nur noch draufgestöpselt. Wenn man da zu sehr rankommt, fällt er einfach ab… Und ich habe heut im zug aufgrund der Enge meinen Rucksack oben auf die Ablage gelegt. Dabei is der Deckel wahrscheinlich abgegangen und da der Rucksack auch noch quer lag, ist alles rausgelaufen. Kam sogar von der Ablage runtergetropft, das Wasser. Dem Laptop ist nix weiter passiert, dafür der Ulysses (Buch), die ich mir doch ausgeliehen habe :(

So n scheiß Tag

James und Anja – Der Lovestory zweiter Teil??

Eigentlich war mir dieses Wochenende ja gar nicht danach auszugehen. Ich wollte zuhause bleiben, Klamotten machen, Internetsurfen, Relaxen. Einfach mal nichts tun. Und dann steh ich heute morgen auf und es ist sooooo beautiful gewesen, die Sonne am blauen Himmel, und ja tatsächlich konnte man mit Tshirt rausgehen (in die Sonne und wenn grad kein Wind kam – aber immerhin!)

Da ich mir ja letzten Sonntag die Ulysses von James Joyce ausgeliehen habe und mein Reiseführer mir empfohlen hat, das erste Kapitel in einem speziellen Turm zu lesen, wo dieses erste Kapitel spielt, hatte ich genau mit diesem Gedanken bereits gespielt – die Ulysses so lange liegen zu lassen, bis ich zu diesem Tower komme. Und da das Wetter heut so schön war… nunja. Also auf mit dem Fahrrad zur Bahnstation, rein nach Dublin und auf der anderen Seite wieder raus ^^

Ziel: Sandycove, James Joyce Tower

Es ist ein so genannter Martello-Tower, deren es 12 Stück gibt an dieser Seite der irischen Insel, weil die damals Angst vor den Franzosen hatten.

Schon allein der kurze Weg von der Train Station zum Tower: Wonderful, absolutely lovely!
Das Meer – ein Traum!

Und dann bin ich rein und habe mich genau in den Raum gesetzt, wo das erste Ulysses-Kapitel spielt und habe gelesen. Allerdings war es recht kalt in dem Raum, es gab keine Sitzgelegenheiten und in dem ersten Kapitel passiert auch nicht viel; das Kapitel hätte ich also auch getrost auf dem Dach lesen können, denn da war es wirklich toll; nach dem 1. Kapitel bin ich hoch und die Sonne hat geschienen und die Wände waren hoch genug, sodass der Wind gar nicht reinhuschen konnte. Es war soooo schön warm *schwärm*
Und dort habe ich eine Österreicherin getroffen, die ebenfalls gelesen hat – nicht die Ulysses, aber trotzdem sind wir ins Gespräch gekommen und saßen dort recht lang noch beisammen.

Ob James und ich tatsächlich richtig zueinander finden, weiß ich noch nicht. Seine Sprache ist auf jeden Fall um etliches komplizierter als erwartet. Aber nach dem ersten Kapitel will ich mir noch kein Urteil erlauben. Ich hoffe nur, dass ich diesen 900-Seiten-Walzer bis zum Bloomsday am 16.6. zu Ende habe – da wird nämlich die Hauptfigur des Buches gefeiert hier in Dublin. Die Handlung der Ulysses spielt in Dublin und zwar an einem 16. Juni. Joyce hatte das Datum gewählt, weil er an eben dem 16. Juni seine spätere Frau Nora das erste Mal getroffen hat. Romantisch ist der James ja, oder!? :-)

Nachdem Turmbesuch war mir trotzdem etwas kalt und ich bin in ein Gasthaus/Pub/Restaurant/Café – was weiß ich denn – und habe einen Tee getrunken. Ein besoffener Ire hat mir dann zwei Wangenküsse gegeben und daraufhin bin ich mit einem älteren Ehepaar ins Gespräch gekommen, die sich erstmal für ihn entschuldigt haben und er sei harmlos und nur betrunken. Ich hab’s locker genommen und gelacht. Und dann habe ich ihnen von James und mir erzählt und sie sind ins THema eingestiegen und meinten, ich müsse unbedingt am 16.6. nach Sandycove kommen, weil hier die Hauptveranstaltung zum Bloomsday sei.

Nunja, ich bin dann zurück nach Dublin, war noch schnell bei Lidl einkaufen (leider keine Teebeutel bekommen für den loosen Tee von Mama *heul*) und dann nach Hause. Anfangs war das Fahrrad fahren sehr kalt, dann ging es aber und es war sogar richtig schön angenehm. Die Luft war auch fantastisch.

Hier ein paar Fotos von diesem wunderbaren Tag und Gute-Nacht-Grüße!

Irland – Drei Wochen

Nachtrag/Rückblick 3. Arbeitswoche

 

Mag sein, dass ich mich wiederhole. Mag sein, dass es jedem so ergeht, der flügge wird ….

 

Hier – immer noch behütet aber doch mit etlicher Selbstständigkeit versehen – merke ich, wer und was mir wichtig ist; ich spüre, wo meine Wurzeln sind, meine Heimat, wo ich hingehöre; ich entdecke Eigenschaften, Vorstellungen, Gebräuche in mir, die ich ganz genau meinem Elternhaus zuordnen kann, wenn nicht gar ganz Deutschland … ich erkenne, was mich geprägt hat; ich sehe klarer, wer ich bin…. dieser neuerliche Selbstfindungsprozess ist so enorm wichtig für mich; er ist geradezu essentiell….

Ich spüre zwar meine Zugehörigkeit, aber ich stelle auch fest, dass ich mich hier wohl fühle, dass ich mich in der Fremde zuhause fühlen kann; ja, es ist gar nicht fremd, es ist vertraut; Irland ist nicht komplett verschieden, natürlich….
Das Verhalten und Leben meiner Gast-Mum schon (mit einem Schmunzeln geschrieben).
Aber ich esse hier, was ich auch zu Hause esse, ich habe einen ähnlichen Tagesablauf, ich tue Dinge, die ich auch in Deutschland tat ….
Ja gut, die Fenster hier sind anders, die Türen, die Betten sind anders, die Preise sind höher, Low Fat kostet weniger als normale Produkte, Diesel mehr als Normalbenzin, ich kriege hier jeden Tag eine kostenlose Tageszeitung, die Züge und Autos fahren andersrum, die Busse sind merkwürdig und man muss ihnen wie einem Taxi zuwinken, Busfahrpläne gibt es keine richtigen, und wahrscheinlich noch einiges, was ich vergessen habe ….
Aber mit den Sachen lässt es sich leben; man gewöhnt sich an die meisten Sachen ….
An einige allerdings auch nicht ….
z.B. due Sache mit dem Türbriefschlitz. Die Post liegt quer auf dem Boden im Flur, egal wie der ist und das Öffnen der Tür gestaltet sich teilweise als unmöglich.

Und dann sind da noch die erwähnten „deutschen Eigenschaften“ oder auch einfach nur Eigenheiten, die ich hier an mir festgestellt habe:
- Ordnung (Der Besteckkasten hier war ein einziges Chaos; ich hab ihn sortiert, weil ich das brauche, diese Ordnung dort)
- Sauberkeit/Gründlichkeit (Meine Gast-Mum hat die Angewohnheit schmutziges Geschirr in eine große mit Wasser gefüllte Plastikschüssel mit Spülmittel zu legen, es lange drin zu lassen, rauszunehmen, mit Wasser abzuspülen, trocknen lassen, ab in den Schrank; kleinere Krümel oder sogar Schlieren bleiben unbeachtet; ih; ich wasche immer gründlich und wenn etwas noch nass ist nach dem Stehen lassen, dann trockne ich es auch ab; ich hasse es, schmutziges Geschirr aus dem Schrank zu nehmen, wenn ich es gerade benötige)
- Pünktlichkeit (auch wenn ich zwischenzeitlich eine etwas laschere Beziehung zur Zeit hatte, wird sie mir hier merklich wieder wichtiger; ich mag es einfach nicht, spät dran zu sein; blöd nur, wenn die irischen Verkehrsmittel keine Lust haben mitzuspielen, die Iren sehen das halt wirklich nicht so eng)
- Perfektionismus (Besonders auf Arbeit bemerkbar; er blüht hier merklich wieder auf; keine halben Sachen, wenn dann richtig, ordentlich und gründlich; mit manchen Zeitvorgaben leider unvereinbar und darum zermürbend)

- ??? (Wir bekommen auf Arbeit immer Milch geliefert, montags und mittwochs, soweit ich das weiß, jeweils vier Packungen; und da wird munter drauf los geöffnet, egal wie das Verbrauchsdatum aussieht und ungeachtet einer vielleicht schon offenen Packung; jedes Mal, wenn ich am Kühlschrank bin, sortiere ich die Milchpackungen so in den Kühlschrank, dass jeder es ganz leicht hat, die am ehesten zu verbrauchenden Packungen ZUERST zu öffnen und bitte angefange Behälter auch ZUERST zu verbrauchen *grrrr*)

(noch eine nicht typisch deutsche oder Elternhaus bedingte, sondern seelenbedingte Eigenschaft:)
- Liebe zum Meer/Wasser (eine Wiederentdeckung; teilweise ein Lebenselixier; mein 1. Gedicht in Irland drehte sich um das Meer; ich weiß nicht, wie ich nach September ohne Meer leben soll; …)

Schon wieder zu weit in die Zukunft denken; dabei erreichte mich unlängst eine Karte meiner Mama, mir doch bitte die Zeit zum Leben zu nehmen!Ich lebe! Das hier ist leben! So wie ich es tue! Der Beginn dieser Woche war ein Tal, der Donnerstag aber ein Gipfel – ich war ausgeschlafen, habe die Broschüre soweit fertiggestellt, die Sonne hat geschienen, es war warm und ich am Meer ….
Es war ein wundervoller Tag. Und Anne sagte sogar zu mir, meine Augenringe seien nicht so stark wie die Tage zuvor (das ist ihr aufgefallen!!!). Ich war richtig glücklich.
Das Tal hat nicht überhand genommen, und auch wenn die Arbeit mich auch in meiner Freizeit beschäftigt, übernimmt sie nicht das Kommando über sie.

Ich fühle mich als Mensch gut. Und auch wenn das große Heimweh bisher ausblieb, so denke ich jeden Tag an alle meine Liebsten, nicht zuletzt wegen meinem 3-Stufen-Altar mit Erinnerungsstücken; plus bestimmte Lieder, die ich mich an bestimmte Leute erinnern. Und wann immer ich zurzeit an meine Eltern denke – sei es während ich lese oder abwasche oder auch mitten im Berufsfußgängerverkehr morgens auf dem Weg zur Arbeit – muss ich lächeln, weil ich mich freue, dass sie herkommen. Sie haben mir Schritt für Schritt ihr Leben und das Leben allgemein gezeigt, jetzt zeige ich ihnen einen Teil von meinem.

 

Walkathon + Parent’s Package

Ich habe am Sonntag am Walkathon durch Ballsbridge und Sandymount (beides Stadtteile von Dublin) teilgenommen. Gemeinsam mit Anne, deren zwei Söhnen Darmuid und David, Davids Frau Edel (sprich: Iedäll; das is ein Vorname! :P ) und deren kleinen Geschwistern Dave und Keira. Im 5-Personen-Auto waren wir zu 7. ^^ Das Wetter war beschissen, aber es hatte dann zum Glück aufgehört zu regnen, als wir angefangen haben. Es war ein 10-km-Etwas-Schneller-Gehen-Charity-Walk für ein Kinderkrankenhaus in Dublin. Im folgenden Bilder davon.

 

Nächstes Bild von links nach rechts:
Edel, Darmuid, Anne, David, Dave, Keira

Dann habe ich erfahren, dass Anne am 7.Mai Geburtstag hat und 55 Jahre jung/alt wird. Und ich habe festgestellt, dass das ein Mittwoch ist, also dass meine Eltern erst Mittwoch fliegen, ich dachte der 7. wäre der Dienstag. Nein, der Dienstag ist der 6. und da hat Holger Geburtstag. Waaaa, krise. Ich weiß noch nicht, ob ich Urlaub nehme, aber Holger meinte an dem Dienstag wäre es ok, weil er aufgrund seines Geburtstags auch nicht da ist. Mmh, mal schauen.

Heute ist das Packet angekommen. *rumhüpf* Ach ist das toll gewesen, das zu öffnen. Habe auch gleich die Curry-Sauce daraus benutzt und den Apfeltee!!! Viiiiiiielen, vieeeeelen Dank :-)
Die Klamotten habe ich noch im Office gelassen, weil ich nur meinen Rucksack mithatte. Ich nehm sie morgen mit nach Haus. Obwohl. morgen ist wieder Spieleabend (also morgen wird nüscht mit Inet).

 

Mir geht es wirklich sehr gut. Ich bin sehr glücklich mit meiner Entscheidung, nach Irland gegangen zu sein. Ich bin sehr froh bei der Deutsch-Irischen Handelskammer gelandet zu sein. Ich bin noch viel glücklicher darüber, dass ich bei Anne gelandet bin. Der Tag gestern war so wunderbar, und die Familie ist auch soooo lieb und hilfsbereit und ich konnte ihnen so viel auf Englisch erzählen. Wundervoll. Und Edel meinte irgendwann auch mal in dem Zusammenhang dass es gut ist „being a part of the family“…. ach schön.
Anne hat sich übrigens auch sehr gefreut über die zwei kleinen Blumentopffigürchen. Sie wollte sie gar nicht in den Blumentopf tun, weil sie da dreckig werden ;-)

So, ich bin really tired, darum geh ich jetzt ins Bett. Nachtü. Bis bald. Hab euch lieb und denk an euch.

Jetzt ist es offiziell……

….. meine Eltern kommen zu Besuch!!!!!!!!!!!!!!!!! *rumhüpf*

Sie kommen am 3. Mai nachmittags mitm Flieger und fliegen am 7. Mai gegen Mittag wieder zurück.
Sie nehmen sich nen Leihwagen (ohje Linksfahren und ich soll das dann auch mal probieren ^^) und sie werden hier im Haus übernachten. Anne sagte „They are more than welcome.“ und freut sich auch total drauf :)

Und sie bringen mir ganz viel Zeugs wieder mit *hehe*
z.B. richtiges Schwarzbrot :)
Und falls ihr irgendwas habt, was ihr mir gern überbringen möchtet, was aber vielleicht zu schwer oder zu teuer wäre, um es zu verschicken, oder es ist euch zu unsicher oder was weiß ich…. dann setzt euch doch einfach mit mir (oder direkt mit meinen Eltern) in Verbindung :)

Und heut morgen nachm Aufstehen kam dann grad von meinem Laptop „Love is a battlefield“ und da das Bett grad so da stand, wie in „30 über Nacht“ (oder wie der Film heißt, wo die so aufm Bett rumtanzt zu eben jenem Lied), da bin ich auch gleich so aufm Bett rumgesprungen und es ist toll gewesen *lach* *kicher*
UND NEIN, ICH BIN NICHT KINDISCH :D

Überforderung, Händel’s Messias und immer wieder MEER

Es ist so viel passiert, ich kann mich gar nicht mehr an alles erinnern *seufz*
Am Montag war alles noch normal, glaube ich. Mary ist jetzt auf Arbeit wieder da, sie war 5 Wochen im Urlaub, darum hatte ich sie noch nicht kennengelernt. Sie ist die einzige in der Kammer, die nur Englisch spricht.
Nach der Arbeit musste ich dann noch in den Handyladen auf der Nordseite von Dublin, weil irgendwas mit meiner irischen Nummer (ja ich hatte mir letzten Samstag eine irische Simkarte gekauft) nicht gestimmt hat. Das habe ich dort klären lassen, deshalb hab ich erst nen späten Zug bekommen. Aufgrund der Sonne, die geschienen hat und der wundervollen blauen Farbe des Meeres konnte ich nicht widerstehen und bin doch kurz auf dem Nachhauseweg mitm Fahrrad an den Strand gefahren….. es war sooooo schön…… und vor allem so entspannend und beruhigend so nach der Arbeit….. einfach wunderbar!

 

Dienstag war auch noch relativ normal auf Arbeit, auch wenn ich noch mehr Aufgaben bekommen habe, aber ich hatte zeitmäßig das relativ gut für die nächsten Tage aufgeteilt…. dann war ich abends mit Jana bei McDonalds und dann bei einem Klassischen Konzert…. Es ist nämlich diese Woche Händel-Festival in Dublin gewesen. Komisch mag man meinen, warum ausgerechnet ein deutscher Komponist und hier in Irland und in Dublin und die feiern das auch noch!? Händels „Hauptwerk“, der Messias, wurde in Dublin uraufgeführt, also wirklich richtig uraufgeführt, das erste Mal auf der gesamten Erdkugel….  und das feiern die Dubliner mit diesem Festival jedes Jahr im April….. Leider hatten wir keine Karten für den Messias an sich bekommen, sondern nur für Dixit Dominus am Dienstagabend….. 

 

 

Aber es war interessant…. Als die zwei Chöre (von Christ Church Cathedral und St Patricks Cathedral) zusammen das erste Mal richtig laut wurden, da lief mir ein Schauer übern Rücken…  Ist schon was spezielles in so einer Umgebung dann sowas zu hören… war beeindruckend, auf jeden Fall….. und dann in der Pause hat Jana Brian wiedergetroffen, den sie in ihrer ersten Woche in Dublin am Kanal getroffen hatte… sie hatte ihn damals gefragt, ob er ein Foto von ihr machen könnte… dann haben sie noch gequatscht… und er hat sie auf EINE BANANE eingeladen, stellt euch das vor ^^ …. er hat ihr dann seine handynummer gegeben, aber sie hat sich nie bei ihm gemeldet, weil sie das Erlebnis so einmalig fand und es so stehen lassen wollte….. kann ich gut nachvollziehen….. und dann trifft sie ihn dort in der Church wieder!!!! Sehr lustig, wie klein die Welt ist, wirklich….. Nach dem Konzert sind wir mit zu seiner Wohnung gelaufen (die direkt gegenüber der Temple Bar liegt; nach dieser Bar ist der ganze Bereich dort benannt, dort sind ganz viele Pubs und Kneipen und Diskos, quasi DAS Kneipenviertel Dublins und besonders viel von Touristen frequentiert; jedenfalls seine Wohnung direkt gegenüber Temple Bar, also nicht ganz billig, er ist wohl nicht so arm)… wir sind natürlich unten auf der Straße stehen geblieben…. und er hat uns aus seiner Wohnung noch zwei Karten für den Messias am Freitagabend geholt…. auf einmal hatten wir Karten :-)

 

Dann haben wir uns verabschiedet und ich bin alleine durch dieses Kneipenviertel gegangen….. musste ja in Richtung Northside……
Aber dieser Walk durch die Gasse da…. boar.. das war so toll…. alles hell erleuchtet, alles so lebhaft, so viele Menschen…. ich war einfach nur glücklich….. und dann spielt doch tatsächlich dieser Straßenmusikant „Wish you were here“ von Pink Floyd  (Hannes + Paul, ich hab euch lieb *läschel*)

 

 

Am Mittwoch hab ich dann auf Arbeit angefangen mit einer Recherche… Holger sollte Freitag ein Interview geben über Irland und die Wirtschaft und so weiter….. und das waren anderthalb Seiten mit Fragen und auch noch so umfangreiche Fragen….. Es war sehr spannend, das alles zu recherchieren, habe viel über Irland erfahren…. aber es hat einfach sehr lange gedauert und ich hab nicht wirklich viel fertig bekommen….. das hat mich etwas enttäuscht, aber ich war noch optimistisch, dass ich es am Donnerstag schaffen würde….. trotzdem war ich ganz schön kaputt….. bin aber auch am Mittwoch nach der Arbeit wieder kurz an den Strand gefahren….. hab sogar fotos gemacht:

Und Donnerstag hab ich weiter an meiner Recherche gearbeitet….. Und dann rufen meine Großeltern an, das hat mich erstmal total aus der Bahn gehauen…… und dann hab ich Michaela noch geholfen mit Eintüten von irgendwelchen Briefen, wo das dicke AHK-Jahrbuch reinmusste….. und irgendwann war es schon 17.30 Uhr….. und ich war immer noch nicht fertig, und hatte ja neben der Recherche noch 3 weitere Aufgaben, die bis Freitag erledigt sein sollten….. Holger war Mittwoch + Donnerstag in Deutschland bei irgendwelchen Meetings…. und Michaela hat mir gedroht, ihn anzurufen, wenn ich nich nach Hause gehe… ich wollt eigentlich länger bleiben, damit wenigstens die Recherche fertig ist…. aber sie hat mich nich gelassen :-( Das hat mich schon fertig gemacht….. und ich hab mich echt überfordert gefühlt….. war über mich selbst enttäuscht, dass ich grad in einem Bereich, wo ich dachte, ich sei stark – Recherche – einfach nicht das geleistet habe, was ich selbst von mir erwartet habe…… *seufz* ….. und das hat mich den ganzen Abend beschäftigt…
als ich von der Train Station nach Hause gefahren bin, kam ich gar nich richtig vorwärts, weil soooo starker Wind war und der kam direkt aus Richtung Meer und ich fuhr genau da hin….. bin trotzdem noch ganz kurz an den Strand, auch wenn es mich fast weggepustet hat, aber das musste auch am Donnerstag sein, und es hat mich wieder etwas ausgeglichen…..

 

 

zuhause hab ich mich in mein Zimmer zurückgezogen, war bissl im Inet und habe mit Mama gesprochen…. habe eine aufbauende Mail von Muesch gelesen (danke dafür!) ….  habe Musik angehört und Popcorn gefuttert (leider salzig, das war blöd) ….
Freitag bin ich aufgewacht und war wieder motivierter….. optimistischer…. Anne hat mir auch gesagt, ich soll mir nicht so viel Gedanken machen, dass Holger verärgert sein könnte… er wird sicherlich zufrieden sein und so……. die Meinung konnte ich nicht ganz teilen….. und außerdem war ich immer noch etwas selbst von mir enttäuscht…..ich kam auf Arbeit und dann wurde erstmal mein PC umgebaut (von Aideens+Janas Büro in Holgers Büro) … jetzt sitz ich also endlich bei ihm im Büro.
und dann habe ich weiter recherchiert und Michaela hat mir geholfen und letztendlich war Holger sogar sehr zufrieden und die Sachen, die ich recherchiert habe, werden sogar für zwei weitere zukünftige Projekte genutzt und er meinte, ich solle sagen, wenn ich mich überfordert fühle… und ach… ja…. aber ihr kennt mich ja: ich wollte mal wieder alles so ausführlich und perfekt wie möglich machen…….. dabei hätte die Hälfte des Materials auch vollkommen ausgereicht…… so ungefähr…..
dann hab ich auch noch Anrufe für Holger entgegen genommen und hab ihn an einige Sachen erinnert und da meinte er so „Wenn ich dich nicht hätte“ *hihi* ….
Ich habe dann gestern zwar auch nicht so viel mehr geschafft, nur noch Kleinigkeiten von den anderen Aufgaben, aber es war nicht schlimm und die Woche ist doch ganz positiv ausgeklungen…. :-)
Und dann waren Jana und ich gestern Abend noch beim Messias, der aber drei Teile hat… uffz… wir waren beide soooo müde…. jedenfalls sind wir hin…. und nach dem ersten Teil haben wir beschlossen, nach dem zweiten Teil zu gehen….. und dann hat mir in der Pause ein Ehepaar neben mir erklärt, was Händel und der Messias für eine Bedeutung haben…. sie meinten Irish People (Irische Menschen – das deutsche Wort klingt so doof ^^) LIEBEN den Messias…. ist ja auch klar: hier uraufgeführt UND erzählt die Lebensgeschichte von Jesus…. und sie haben mir noch erzählt, dass der Messias immer zu Weihnachten gespielt/gesungen wird und dass es an Weihnachten einfach dazugehört, dort hinzugehen und sich den Messias anzuhören, das sei schon ein Ritual, eine richtige „Institution“ für den Beginn von Weihnachten…..
Krönender Abschluss (für uns zwei) war das „Halleluja“, was genau am Ende des 2. Teils kam…. alle Leute sind in der Kirche dafür aufgestanden…. und es war echt krass, es war… wow… einfach nur wow…..
Dann sind Jana und ich noch kurz in einen Pub für eine halbe Pint Cider, weil ich noch auf Anne warten musste, die ihre Eltern besucht hat und mich deshalb mit aus der Stadt wieder zurückgenommen hat….
Und Anne und ich waren zuhause und sind einfach nur ins Bett gefallen, wir waren so müde….

Oh Mann, lasst mir mein Leben

Vor dem normalen Bericht über die Ereignisse der letzten Tage, muss ich erstmal was loswerden.

 

Ich war nicht online diese Woche, hab nichts ins Blog geschrieben. Natürlich beunruhigt euch das, ihr fragt euch, was passiert ist…. Die Kleene ist ja so weit weg, da weiß man ja nicht…. und so weiter….. ich weiß, dass ich andersrum wohl genauso reagieren würde. Ich würde mir Gedanken machen, wenn jemand von euch in meinen Augen ewig nicht online ist, kein Lebenszeichen kommt, usw. …. Besonders, wenn es Absprachen zu treffen gibt (mehr dazu im Bericht) …. Also: JA, ICH KANN EURE SORGEN VERSTEHEN.

 

ABER1
Ihr geht auch auf Arbeit und habt abends manchmal nicht die Muse noch irgendwas zu machen, oder studiert und habt einfach keine Zeit online zu gehen…. oder was weiß ich …. so gings mir auch diese Woche. Wenn ich abends nach Haus kam, war ich müde und geschafft, oder ich war so spät da, oder hatte noch irgendwas zu tun oder oder oder…. ich hab meinen laptop an keinem dieser Tage angeschalten, weil ich gar nicht dazu gekommen bin….

 

ABER2

Es gab auch schon Tage, als ich noch in Deutschland war, wo ihr tagelang nix gehört habt von mir. Beispielsweise die 4 Wochen in Halle. Da hatte ich ja kein Inet. Und es hat trotzdem funktioniert und ihr musstet nicht jeden Tag anrufen *brummel*

 

Es hat mich sehr geärgert, dass meine Großeltern am Donnerstag AUF ARBEIT angerufen haben. Es hat mich extrem aufgeregt.
Ich habe mich darüber geärgert, dass meine Eltern zwar die Telefonnummer von hier zu Hause haben, aber sich trotzdem im ICQ beschweren, dass ich nich online bin, statt einfach mal durchzuklingeln (bei der Privaten Nummer hier bei Anne, natürlich).
Und es regt mich immer noch auf, dass von Seiten meiner Freunde so kleine Vorwürfe kommen, ich hätte ja jetzt lange nichts geschrieben.

 

All das macht mich sehr wütend, es engt mich ein…. Ich bin nicht umsonst aus all meinem Alltag ausgebrochen…… FREIHEIT………

 

Also bitte, DO NEVER EVER WIEDER:
- AUF ARBEIT ANRUFEN
- VORWÜRFE MACHEN, weil ich mal 3 Tage nicht online war

 

Wenn ihr euch Sorgen macht und unbedingt meine Stimme hören wollt und es sooooo dringend ist, dass ihr es nicht aushaltet, bis ich wieder on bin, dann
CALL (ruf an unter): 00353 18709047

Mehr Meer

wunderbar, fantastisch, faszinierend, beautiful, wunderschön, magnifique, belebend, wundervoll, toll,….

unbeschreiblich….

ich war wieder am Strand. Ganze zwei Stunden. Ich habe einfach nur geatmet, frei geatmet, den Geruch genossen, das Rauschen, die Wellen, den Wind….  einfach nur schön….

Kilmainham Gaol und James

Nach den zwei Cider gestern abend im Pub bin ich dann aufm Sofa eingeschlafen. Halb 1 kamen Anne, Darmuid, ein andrer Sohn (David) und dessen Frau Adele nach Hause und wir saßen noch bis halb 3 zusammen….

heut morgen sind Anne und ich mit dem Zug in die Stadt gefahren (Darmuid hat uns zur Station gebracht); Anne hat David nämlich ihr Auto fürs Wochenende ausgeliehen. Ja, ich wollte eigentlich in das ehemalige Gefängnis Kilmainham Gaol und dann in Phoenix Park…. ersteres habe ich auch geschafft….. In dem Gefängnis wurden damals die Anführer des Easter Rising von 1916 erschossen. Das war hier quasi der Revolutionsbeginn, wo auch eine irische Republik ausgerufen wurde und sowas….. Ich hab sogar vieles von der Führung verstanden, der hat sehr deutlich gesprochen dort…. und der große Ostflügel wurde schon für Filmproduktionen genutzt…..

leider war es dort drin arschkalt und es hat draußen auch geregnet…. und da musst ich erstmal nen heißen Tee trinken gehen in dem kleinen Tearoom dort, weil ich so durchgefroren war… und da hab ich geguckt, was ich als nächstes mache und habe beschlossen wieder in die Stadt zu fahren…. dort bin ich dann in Penneys, ist ein relativ preiswerter Laden mit allem möglichen drin….. auch Tshirts für 3 Euro und sowas….. also, fürn notfall mal was oder so…. mal schauen ^^

als ich wieder rauskam, waren direkt in der Mitte der O’Conell Street (das ist so ne riesige Einkaufsmeile auf der Nordseite der Liffey) Protestanten mit chinesischen Fahnen… zuerst dachte ich, dass sie gegen China protestieren, aber sie waren glaube ich pro China; auf ihren Plakaten stand, dass sie gewaltfreie Spiele wollen und zwar jetzt; dass sie China UND Tibet lieben…. und ich glaube, es gab ein Plakat oder so, wo drauf stand „Tibet ist ein Teil von China“…..

ich bin dann noch Original Fish+CHips im Beshoffs essen gegangen, war zwar extrem teuer….. aber ich hatte so lust drauf und war so durchgefroren und alles…….

und wo ich dann zum Bus musste, bin ich James übern Weg gelaufen…… James ist etwas älter, sehr intellektuell, nur zu dem Zeitpunkt irgendwie etwas schweigsam…… aber wir sind ein schönes Paar, oder? *läschel*

 

(James Joyce, berühmter irischer Autor des 20. Jahrhunderts)

Der Bus hatte dann übrigens ne halbe Stunde Verspätung.
Und mir war so kalt, dass ich seit um 5 im Wohnzimmer sitze und mich am Kamin wärme. Und ich bin heut Nacht allein. Anne bleibt in Dublin heut Nacht.

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