I’m back.
Ich bin wieder in Irrland.
Donnerstag war ein ganz normaler Arbeitstag. Meine Muffins sind alle geworden und auch mein Brot, offenbar war beides lecker. Ein wenig Melancholie hat mich erneut ergriffen, wohl aufgrund der Erinnerung an den Aufenthalt in Deutschland. Vermisse euch eben doch.
Auf Arbeit… nunja. Wir haben eine neue Praktikantin (Katrin) und noch eine weitere Praktikantin (Erika), die aber schon älter ist und nur hier ist durch ihren Mann (der bei einer IHK wohl Geschäftsführer ist oder so). An der Rezeption gibt es genügend zu tun. Und da Holger Urlaub hat (er kommt Mittwoch wieder), hatte er mir Donnerstag wieder viele Aufgaben gegeben. Viel zu viel.
Aber: I do it my way!
Ich habe beim Auspacken zwischen den kopierten Rezepten eine Karte von meiner Mum gefunden, auf der folgendes steht:
Wege
fordern Bewegung,
machen uns Beine,
sind ausgetreten
oder neu.
Sie führen uns zu
vertrauten Plätzen
oder ins Ungewisse,
sie machen Hoffnung,
bergen Spannung.
Wege verzweigen sich
in Auswege, Umwege,
Irrwege, gerade oder
verschlungene Wege.
Am Ziel jedoch solltest
du sagen können:
I did it my way!
Freitagabend waren wir dann noch im Pub gemeinsam und wir haben Michaels Freundin kennengelernt. Abends bin ich mit dem Zug nach Hause gefahren und da waren noch zwei Polen, die auch mit dem Fahrrad da waren und die wurden gerade von einem Bekannten abgeholt mit einem Transporter. Und da haben sie mich gefragt, ob ich auch in Rush wohne und da sagte ich: ja. Und die Frau bot mir an, dass sie mich mitnehmen. Also mein Fahrrad hinten drauf gepackt und uns zusammen vorn reingequetscht. Sie sagten, sie sind aus Polen. Dann haben sie gefragt, wo ich herkomme. Und ich sagte „I’m German. I’m sorry.“ Ich frage mich und grüble bis jetzt, warum ich diese Entschuldigung angefügt habe. In dem Moment wohl, weil alle drei Polen waren und ich eben nicht. Trotzdem verwirrt mich mein „Sorry“ sehr. Ich muss mich nicht für meine Nationalität entschuldigen. Schließlich fühle ich mich in Deutschland zu Hause und wohl, das ist meine Heimat, dort liegen meine Wurzeln, meine Herkunft.
Die beiden Männer konnten nicht so gut English, ich habe sie schwer verstanden, sie haben sich dann auch auf Polnisch unterhalten. Ich habe die Frau dann gefragt, was sie macht. Sie ist erst seit einem Monat in irland und studiert English und Französisch. Sie meinte mit einem Schmunzeln, das sei eine Horror-Kombination. Sie haben mich dann direkt in Rush vorm Post Office rausgelassen und ich musste nur noch die Skerries Road entlang radeln. Es war relativ warm und ich konnte das Meer ganz laut rauschen hören. Sogar noch als ich zuhause war und mein Zimmerfenster vor dem Schlafen gehen geöffnet habe. Es ist wunderbar die Wellen beim Einschlafen zu hören!
Heute habe ich ein bisschen recherchiert, wo ich noch überall hinfahren möchte in Irland, war wieder am Meer (siehe Fotos unten) und gerade eben hab ich meinen Rückflug gebucht:
14. September, Start: 6.40 Uhr in Dublin; Landung: 9.50 Uhr Berlin Schönefeld; Aer Lingus





