Zusammenfassung II: Schluss. Aus. Ende. Feierabend.

Nun bin ich schon über einen Monat wieder zurück in Deutschland… Oft kehren meine Gedanken noch auf die grüne Insel zurück…. Und ich habe viel nachgedacht, ob ich noch einen Fazit-Artikel schreibe, Bilanz ziehe…. Ich hätte noch etwas mehr über die öffentlichen Verkehrsmittel schreiben oder eine Liste von Supermarktpreisen abtippen können….. Aber irgendwie….. naja…. ich glaube, ich mach das nicht….. Abschließend – und das wird wirklich der allerletzte Artikel in diesem Blog (bis ich wieder nach Irland gehe ;-) ) – möchte ich hier noch etwas niederschreiben, was ich bereits in meinem Bericht für das Erasmus-Stipendium geschrieben habe und was zusammenfassend genau das auf den Punkt bringt, was Irland für mich bedeutet hat:

Alles in allem war mein Irlandaufenthalt schlichtweg richtig: Zur richtigen Zeit, im richtigen
Land, bei der richtigen Praktikumsstelle, im richtigen Bereich, mit den richtigen Leuten,
untergebracht bei der richtigen Person.

Zusammenfassung I: Gedicht

Ich bin nicht sicher,
was ich dir sagen soll
über Dublin;
ich würde dir ja doch nur
eine Geschichte über mich selbst erzählen:

Es wäre eine Reportage
über mich mit leuchtenden Augen
durch die Straßen laufend,
auf denen der Verkehr andersherum trottet,
ich am Ufer der Liffey,
wie ich die Lichter betrachte,
die sich im Fluss spiegeln,
ich am Bahnhof,
wie ich fasziniert
die gälischen Ansagen zu verstehen suche,
ich auf dem Rad in Richtung Meer
und immer mehr Zuversicht atmend,
ich – einschlafend – die Stille
mit Genuss aufsaugend;

Ich, wie ich am Morgen strahlend aufspringe
und wieder aufs Wasser hinausblicke,
wie ich mich mutig in Aufgaben stürze
und vergnügt der Stadt zeige:

Ich bin hier

und wie ich erstaunt feststelle,
dass nur das zählt;

Wie ich die Menschen
schätzen lerne
und wie ich ihnen
um den Hals fallen will,
um nur ein kleines bisschen Freude
mit ihnen zu teilen;
Und wie Dankbarkeit mich ausfüllt,
die ich nicht anders ausdrücken kann
als mit meinen ehrlichsten Tränen;
Und wie ich dort
in der Fremde,
die mein zu Hause ist,
letztendlich in mir selbst rasten kann.

14.09. – Zurück

Halb vier morgens musste ich aufstehen. Habe versucht einen Scone zu essen, den ich einfach nicht hinter bekam, habe mich fertig gemacht und noch die letzten Kleinigkeiten eingepackt. Und dann fuhr Anne mich zum Flughafen, kam aber nicht mit in den Flughafen…. Sie stieg aus dem Auto und wir drückten uns und ich dankte ihr nochmal für alles und da begannen wir beide schon zu weinen und sie sagte nur so „stop, don’t cry“ und drehte sich ganz schnell um und stieg wieder ins auto und wir winkten uns noch zu und da musste ich schon ganz sehr weinen…..

dann hieß es erst einmal Gepäck abgeben…. Schock: 25,8 kg schwer, mein Koffer….. und eigentlich darf er nur 20 kg wiegen…. Sie musste mir also 5 Kilo Übergewicht berechnen: 45 Euro!!!!!! Mir war das aber egal, ich hätte eh nichts mehr auspacken können, was viel gebracht hätte….

Dann bin ich direkt durch die Kontrolle, wollte mir danach noch einen Smoothie holen, hab allerdings Zumo nicht gefunden und habe mir dann einen Bagel geholt, weil ich Riesenhunger hatte…… Langsam zum Gate gelaufen…. kurz gewartet….. und eingestiegen (hatte mir Platz 28A gesichert, ein Fensterplatz) ….. das Flugzeug rollte zur Startbahn und bei mir kullerten die Tränen….. und als es dann abhob, kullerten noch mehr Tränen …. und als ich dann von oben die Küstenlinie betrachtete und MEIN RUSH, MEINEN STRAND sah, da kullerten noch viel viel viel mehr……..

Dann schlief ich eine Weile….. Irgendwann ruckelte das Flugzeug ein wenig, aber nicht schlimm….. Ich blickte von oben bereits auf Deutschland herunter……. Das ist so typisch, das erkennt man einfach, die Form der Wälder und der Felder, die Autobahnen, die Flüsse, die Städte und Siedlungen, ….. Das erkennt man einfach……

Meine Eltern holten mich am Flughafen ab, darum existieren die folgenden Bilder.
Muesch war auch da, um mich in Deutschland zu begrüßen :)

Und tata (die Auflösung) …. DAS ist ein Hugmeez:

angekommen – da – zuhause

(Das Geheimnis des Schafs: Es ist eine Sparbüchse und Mama hat jeden Tag, den ich weg war, einen Euro reingesteckt….)

13.09. – Die letzten Stunden in Irland

Ein letztes Mal an meinem Strand…. Ein letztes Mal den Sand und das Wasser an den Füßen spüren …. Ein letztes Mal aufs Meer hinausblicken… Ein letztes Mal DIE Luft atmen…. Ein letztes Mal DAS Rauschen hören…. Ein letztes Mal von mir selbst Fotos für den Blog machen…..

Das Wetter war so wunderschön, sonnig, warm…. So als ob Irland „Auf Wiedersehen“ sagen wollte…. einen guten letzten Eindruck hinterlassen….

 

Nach dem Strand habe ich dann noch gepackt und (wie ihr gesehen habt) den Bericht über Belfast geschrieben. Halb Eins ging es ins Bett.

Waterford

Gestern habe ich ja Urlaub genommen und war in Waterford. Leider habe ich den Großteil des Tages nur in Öffentlichen Verkehrsmitteln zugebracht. Der Zug braucht tatsächlich 2einhalb Stunden bist dahin, obwohl es – meiner Meinung nach – ja doch etwas näher liegt als Galway…. Der Bus, den ich zurück genommen habe, hat stattliche 4 Stunden gebraucht…….

Waterford wurde mir zuvor gesagt, sei keine schöne Stadt, Industriell geprägt….. Tatsächlich wirkt sie nicht so schön und einladend wie beispielsweise Galway oder das kleine, süße Sligo. Allerdings finde ich nicht, dass die Stadt sooooo hässlich ist. Allerdings habe ich auch nicht sooo vie von ihr gesehen.

Ich bin gleich mit dem Bus an den Stadtrand gefahren zur Waterford Kristall-Manufaktur. Und davon war ich schon beeindruckt. Der Besuch lohnt sich auf jeden Fall, es ist sehr interessant. Und ich wusste vorher auch gar nicht, wo Waterford Crystal überall eingesetzt wird, beispielsweise bei den Trophäen für die Formel1-Fahrer! Der Ball den ihr auf Bild + Video seht, ist der Millenium Ball der so am Times Square in New York zu Sylvester zu sehen ist.

Nach dem Manufakturbesuch war ich noch im Reginald’s Tower – nicht soooo spannend, aber ich habe ja meine Heritage Card und so kam ich kostenlos rein. Und ich war in der Christ Church Cathedral Waterford. Sah ganz hübsch aus, aber musste dann schnell zur Bus Station. Dort habe ich dann eine Limousine gesehen, die nach dem Weg fragen musste ^^

Und im Übrigen ist/war dieses Wochenende irgendwie so ein Spiel im Rugby oder irgendwas und deshalb war ganz Waterford in Blau-Weiß, überall hingen tausende Fahnen…..

 

 

PS: Heute fahr ich nach Howth und morgen nach Kilkenny. Erwartet keine Beitrage. Frühestens Montagabend.
PS2: Nur noch 2 Wochen und 1 Tag.

1. Nachtrag: Sligo

Schon etwas her, aber ich war letztes Wochenende in Sligo (19./20. Juli).
Unten könnt ihr Bilder sehen und wenn ihr drauf klickt, gibts sogar zu jedem Bild ne Erklärung, wobei ihr auch gleich ahnen könnt, was ich alles gemacht habe.

Ich bin 9 Uhr am Samstagmorgen mit dem Zug von Dublin nach Sligo gefahren. Dort angekommen, erstmal ins Touristen-Office. Enttäuschung: Der Bus zu dem See, wo ich eigentlich hinwollte, fährt nur Montags, Mittwochs und Freitags. Echt blöd. Habe mir dann erstmal kurz die Stadt angesehen und bin dann mit einem anderen Bus zum Knocknarea gefahren. Das ist ein Berg, auf dem ein Hügelgrab sein soll, angeblich von der legendären Queen Maeve. Leider habe ich niemanden gefunden, der mir diese Legende mal hätte in Ruhe erklären können. Außerdem ist diese Aufschüttung an Steinen noch nie erforscht worden – man weiß also gar nicht, ob da ein Grab drunter ist. Trotzdem bin ich auf den Berg rauf und habe auch der Tradition entsprechend vom Fuß des Berges einen Stein mitgenommen, um ihn oben auf dem Grab zu platzieren. Und auf dem Berg bin ich etwas rumspaziert, habe das Meer gesehen und ein kleines Dorf direkt am Meer von oben….. mmmh, zu gern wäre ich da mal hingegangen, das sah sehr schön aus von oben……

Dann bin ich vom Berg wieder runter und weil kein Bus zurückfuhr, bin ich die Strecke nach Sligo gelaufen. War anstrengend und meine Beine taten weh, aber sooo ewig weit weg war es gar nicht. Dann bin ich noch in einen Pub, habe Postkarten geschrieben (nur 3) und bin dann in mein Hostel zurück (siehe wunderschöne Wolkenformationen). Im Hostel waren mittlerweile zwei Mädels aus Deutschland eingezogen und wir haben noch bissl gequatscht.

Sonntag bin ich dann morgens los, wollte einen Morgenspaziergang machen, bin bis zum Institute of Technology gelaufen, habe auch das Yeats Village gesehen und bin dann wieder in die Innenstadt, dort erstmal gefrühstückt, noch paar Fotos gemacht, dann in die Abbey gegangen und da ansonsten die meisten Sachen geschlossen hatten, habe ich schon 15 Uhr den Zug nach Dublin genommen.

Und abends sind wir dann noch ins Kino zu Sex and the City (Jana, Verena, Jana, Peter und ich).

 

Allgemeine Infos

- lange kein Inet gehabt; seit gestern wieder Inet, allerdings noch nicht auf meinem Laptop, da muss wohl eine Einstellung irgendwo falsch sein; bei Anne funktionierts, ich muss nochmal genauer nachschauen, hoffe, dass ich das heute hinkriege

- letzte Woche unser letztes Tag-Rugby-Match gewonnen!!!!!! (damit 3. Platz), haben eine Glasschale als Pokal erhalten; Fotos und Bericht folgen

- ansonsten gehts mir ganz ok

Ich fahr nach Sligo

Ich werde am Wochenende einen Kurztrip nach Sligo unternehmen. Also nicht über fehlende Kommunikation wundern.

Apropos fehlende Kommunikation: Haben ja zurzeit kein Internet zuhause. Es funktioniert einfach nicht. Mal schauen, hoffentlich habe ich Sonntagabend dann wieder welches.

Meine Gastmum hat mir versprochen, mich in Deutschland zu besuchen, sobald ich meinen Studienabschluss habe :-)

Ich war mit Holger in der Residenz des Deutschen Botschafters. Sehr hübsch hat er es dort, schöner Garten. Wir organisieren doch ein Wein-Event dort… Darum mussten wir zur Vorbesprechung mal vorbeischauen. Der Botschafter war nicht da – zum Glück, wenn ihr euch an unser erstes Event erinnert ;-)

Das war erstmal das neueste von mir. Ich will jetzt nach Hause (schreibe von Arbeit aus)

Bis bald!

PS: Nur noch 8 Wochen!!!!!!! (krass)

I do it my way, Mum

I’m back.
Ich bin wieder in Irrland.

Donnerstag war ein ganz normaler Arbeitstag. Meine Muffins sind alle geworden und auch mein Brot, offenbar war beides lecker. Ein wenig Melancholie hat mich erneut ergriffen, wohl aufgrund der Erinnerung an den Aufenthalt in Deutschland. Vermisse euch eben doch.

Auf Arbeit… nunja. Wir haben eine neue Praktikantin (Katrin) und noch eine weitere Praktikantin (Erika), die aber schon älter ist und nur hier ist durch ihren Mann (der bei einer IHK wohl Geschäftsführer ist oder so). An der Rezeption gibt es genügend zu tun. Und da Holger Urlaub hat (er kommt Mittwoch wieder), hatte er mir Donnerstag wieder viele Aufgaben gegeben. Viel zu viel.
Aber: I do it my way!

Ich habe beim Auspacken zwischen den kopierten Rezepten eine Karte von meiner Mum gefunden, auf der folgendes steht:

Wege

fordern Bewegung,
machen uns Beine,
sind ausgetreten
oder neu.

Sie führen uns zu
vertrauten Plätzen
oder ins Ungewisse,
sie machen Hoffnung,
bergen Spannung.

Wege verzweigen sich
in Auswege, Umwege,
Irrwege, gerade oder
verschlungene Wege.

Am Ziel jedoch solltest
du sagen können:

I did it my way!

 

Freitagabend waren wir dann noch im Pub gemeinsam und wir haben Michaels Freundin kennengelernt. Abends bin ich mit dem Zug nach Hause gefahren und da waren noch zwei Polen, die auch mit dem Fahrrad da waren und die wurden gerade von einem Bekannten abgeholt mit einem Transporter. Und da haben sie mich gefragt, ob ich auch in Rush wohne und da sagte ich: ja. Und die Frau bot mir an, dass sie mich mitnehmen. Also mein Fahrrad hinten drauf gepackt und uns zusammen vorn reingequetscht. Sie sagten, sie sind aus Polen. Dann haben sie gefragt, wo ich herkomme. Und ich sagte „I’m German. I’m sorry.“ Ich frage mich und grüble bis jetzt, warum ich diese Entschuldigung angefügt habe. In dem Moment wohl, weil alle drei Polen waren und ich eben nicht. Trotzdem verwirrt mich mein „Sorry“ sehr. Ich muss mich nicht für meine Nationalität entschuldigen. Schließlich fühle ich mich in Deutschland zu Hause und wohl, das ist meine Heimat, dort liegen meine Wurzeln, meine Herkunft.
Die beiden Männer konnten nicht so gut English, ich habe sie schwer verstanden, sie haben sich dann auch auf Polnisch unterhalten. Ich habe die Frau dann gefragt, was sie macht. Sie ist erst seit einem Monat in irland und studiert English und Französisch. Sie meinte mit einem Schmunzeln, das sei eine Horror-Kombination. Sie haben mich dann direkt in Rush vorm Post Office rausgelassen und ich musste nur noch die Skerries Road entlang radeln. Es war relativ warm und ich konnte das Meer ganz laut rauschen hören. Sogar noch als ich zuhause war und mein Zimmerfenster vor dem Schlafen gehen geöffnet habe. Es ist wunderbar die Wellen beim Einschlafen zu hören!

Heute habe ich ein bisschen recherchiert, wo ich noch überall hinfahren möchte in Irland, war wieder am Meer (siehe Fotos unten) und gerade eben hab ich meinen Rückflug gebucht:
14. September, Start: 6.40 Uhr in Dublin; Landung: 9.50 Uhr Berlin Schönefeld; Aer Lingus

An Ghearmáin – I’m coming :)

My dears, I’m coming to Germany!!!!!!!!!!!

Es ist nur noch EIN EINZIGER TAG, dann bin ich schon in Deutschland. I’m looking forward to being there, being with you.

Heute wird nochmal richtig hart. Werden heute Abend Fußball schauen, dann werde ich meinen letzten Bus 23.30 Uhr nehmen, werde duschen, werde packen…… und nein, ich habe keinen Schlaf vorgesehen. Schließlich muss ich gegen 4.30 Uhr sowieso am Flughafen sein. Was bedeutet, dass wir ungefähr gegen 3.45 Uhr losfahren. Many thanks to Anne – Sie fährt mich nämlich!!! Also doch keine Nacht am Flughafen verbringen, allerdings trotzdem eine Nacht ohne Nachtruhe…  Nunja, trotzdem. Ich bin so happy…. You can’t imagine how important it is for me.

Nunja, fühlt euch gedrückt!

Slán!

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