Zur letzten Woche gibt es nur einen Kommentar: Oh Mann.
Echt, das ging ja gar nicht mehr. Begann zwar erst am Dienstag, aber war so mit das krasseste, was bisher hier passiert ist. Dienstag ging ja noch einigermaßen, war zwar auch anstrengend, aber ok. Abends noch Training und dann war ich wieder richtig müde. Und Mittwoch dann ganz zeitig raus (5.50 Uhr), da ich 8.30 Uhr an der Rezeption zu sein hatte auf Arbeit – Frühdienst. Und das war auch noch echt anstrengend, viele Anrufe, viele Mails, viel zu tun. Und nachmittags dann musst ich die Broschüre „Willkommen in Irland“ endlich mal fertig machen. Bin aber nicht fertig geworden.
Mein rechter Fuß tat dann auch ganz sehr weh. Hatte die weißen flachen Schuhe an mit den Gummibändern oben dran und irgendwie hat es zu sehr gedrückt und jedenfalls war mein Fuß dick. Und abends hatten wir ja dann wieder Tag-Rugby-Spiel. Und es hat die ganze Zeit geregnet. Und das Spiel war erst 20.30 Uhr abends. Wir waren ganz schnell pitschnass. Meinen Fuß hab ich erstmal nicht gemerkt. Und stellt euch vor: Ich hab gescored!!!!!!! Yeeeehaaaaa
Das war so: Zweite Halbzeit, wir spielten leicht bergab (war also einfach -.-
), ich war auf der rechten Seite, der Ball eigentlich ganz links. Einer unserer Jungs (Dara) hatte den Ball, Aideen lief mit ihm mit, aber bei denen war es extrem eng von anderen Spielern, ich ganz rechts war aber auch mit gerannt und bei mir war alles frei und Dara sah mich ausm Augenwinkel, hat mich genau im richtigen Moment angespielt und ich war fast über der Linie, da rannte so ein anderer Spieler in mich rein und ich bin über die Linie drüber gefallen. Aber da es Body Contact war – was ja nich erlaubt ist – hat der Schiri uns das Tor gegeben, was gleich mal 3 Punkte waren
hehehe…. dafür hat sich der Sturz gelohnt. Auch wenn es meinem Fuß danach noch schlimmer ging… aber naja… Jedenfalls haben wir gewonnen: 10 zu 5. Juhuuuuuuuuuu. Und sind jetzt an Tabellenplatz 2
Da ich so pitschnass war und vor allem meine Turnschuhe extrem nass waren, hatte ich einfach keinen Bock mich umzuziehen, bin dann mit den nassen Sachen bis nach Hause (mit den kurzen Tag-Rugby-Hosen!!!) Und als ich mitm Fahrrad an der Baustelle vorbeigefahren bin, die zurzeit nachts zwischen Rush und der Zugstation ist, haben die Bauarbeiter gepfiffen ^^
Und dann war ich so kaputt, bin aber noch duschen – schööön warm. Dann habe ich da noch meine Wahlunterlagen bekommen gehabt an dem Tag für die morgige Kreistags- und Landratswahl. Habe mir die Unterlagen etwas durchgelesen und für den nächsten Tag schon mal gepackt. Morgens hab ich Anne dann gefragt, ob sie mich fahren kann, hatte ja meinen Blazer an, weil großes Event sein sollte.
Bin rein nach Dublin, dann erstmal mit Mama telefoniert wegen Wählen, Briefwahlzeugs fertig gemacht und dann musste ich noch was für das Event vorbereiten. Ein Facts + Figures – Sheet für das Event und das auch noch drucken – oh Mann. Alles aufn letzten Drücker! Das Event hieß Lisbon Treaty Lunch und war von mehreren europäischen Handelskammer norganisiert und da waren Botschafter und alle möglichen wichtigen Wirtschaftsleute. Und wir haben die Namensschilder auf den Tischen platziert und die Namensschilder zum Anstecken ausgeteilt und Fragen versucht zu beantworten. Oh Mann. Und eigentlich hieß es, dass wir nicht mit in den Saal dürfen, aber dann hat Holger uns es doch erlaubt, weil Plätze frei waren! Wir durften die Rede mit hören (eigentlich sollte der Außenminister sprechen, aber der kam dann doch nicht, sondern nur der Staatssekretär für Europäische Angelegenheiten, Dick Roche TD) und dann durften wir das Mittag mitessen!!! Teures Rindfleisch und was Kartoffelähnliches, ganz exquisit plus Nachtisch: Creme brulee ^^ lecker
Und dann haben wir draußen noch den Leuten, die gegangen sind Infomaterial in die Hand gedrückt. Und als alles fertig war, kam Holger auf Jana und mich zu mit einem Blumenbuquet – wuuunderschöööön
Das war richtig toll. Stand dort auf den Tischen und die hätten das eh weggetan.

Und dann waren wir kurz nach 16 Uhr wieder in der Chamber und dann hab ich noch versucht die Broschüre fertig zu machen, bin aber nicht fertig geworden und Holger meinte so: Och komm Anja, geh nach Haus, weil er auch gegangen ist (18.00 Uhr), und da bin ich auch los, hab den Zug grad noch so gekriegt und ich war soooo müde und mein Fuß tat weh. Und als ich zuhause war, wollt ich Mama anrufen und bissl erzählen, aber leider ging niemand ran und dann musste ich noch zum Fitness-dingens … ich bin echt so müde ins Bett gefallen danach. Und Freitag wieder raus und angekommen und Broschüre fertig gemacht und noch andre Sachen und dann hat Holger mich zum Lunch eingeladen – woooow
Voll toll! Und während des Mittags haben wir so bissl Feedback-Gespräch gemacht über die letzten ZWEI MONATE, und er hat bissl was erzählt und ich bissl was von mir. Richtig toll. Das war mir echt mal wichtig, weil es die letzten zwei Wochen echt kaum möglich war irgendwie mal zu reden und ich mir so bissl Feedback schon gewünscht habe. Und er meinte, er ist mit meiner Arbeit sehr zufrieden, die Qualität meiner Texte wäre sehr gut und das würde ihm ungemein helfen und er habe das Gefühl, dass ich mich auch weiter entwickle und mich das, was ich zu tun habe, weiterbringt und dass ich zukünftig vielleicht nur noch etwas sicherer auftreten könnte und mehr selbstständige Entscheidungen treffen soll, bzw. ihm direkt Entscheidungsvorschläge bringe.
Nach dem Essen bin ich dann in die Grafton Street gelaufen, um für Mary eine Geburtstagskarte und Luftballons zu kaufen, das hatte Patrick beauftragt. Leider hab ich ewig gebraucht und war dann halb 4 wieder in der Kammer, dann musste ich schnell die Rezeption für Michael übernehmen, damit er noch den Versand von Midsummer Ball Einladungen vorbereiten konnte und habe nebenbei Luftballons aufgepustet, dann sollte ich da noch eine Übersetzung für Aideen machen. Und 17 Uhr die Rezeption zu gemacht und dann mit Peter und Micha zusammen die Einladungen gedruckt, geknickt, eingetütet und Briefe frankiert. Bis halb 7 waren wir in der Chamber, dann kam das Taxi mit dem wir zum General Post Office gefahren sind, wo wir 10 Minuten vor 19 Uhr (bis dahin ist der Spätschalter geöffnet) die Briefe noch abgegeben hatten – Holger war halb 6 schon weg, weil er zum Konzert wollte, wir haben ihn auch weggeschickt, sonst wäre er wahrscheinlich mit uns geblieben. Und um 7 war ich so k.o. und dann meinten die Jungs noch: Feierabendbier. Und Verena hat dann auch gesagt, sie gibt noch einen aus, wegen ihrer Beförderung (die persönliche Assistentin von Ralf – unserem CEO – hat gekündigt/wurde gekündigt und Verena wollte ja gern bleiben und wurde jetzt übernommen) und dann sind wir in den O Donohues und es hat echt viel Spaß gemacht, die Jungs haben Geschichten ausgepackt, wir haben uns sooooo weggeeiert.




Und dann war die Zeit schon so weit fortgeschritten und dann hat Verena angeboten, dass ich bei ihr übernachte, was ich auch gemacht habe.
Und heut morgen sind wir mit ihrer Jana in ein kleines Café auf der Dame Street zum Frühstücken gefahren und dann zur O’Conell Street gelaufen, die beiden sind shoppen und ich hab mir einen Erdbeer-Smoothie geholt und bin in Richtung Conolly-Station gelaufen und dann habe ich die Bordsteinkante nicht gesehen, bin komisch auf die Kante getreten, umgeknickt, merkwürdig nach vorn gestürzt, aufm Knie aufgeschlagen…. super, Hose futsch, Knie futsch… also letzteres nicht ganz, aber sieht nich so lustig aus die Haut… naja…. Tollpatsch Anja, sowas muss ja passieren -.-
Nach Hause gefahren, Wäsche angesetzt, Lisbon Treaty Artikel geschrieben, vor ner Stunde fertig geworden.
