Zusammenfassung I: Gedicht

Ich bin nicht sicher,
was ich dir sagen soll
über Dublin;
ich würde dir ja doch nur
eine Geschichte über mich selbst erzählen:

Es wäre eine Reportage
über mich mit leuchtenden Augen
durch die Straßen laufend,
auf denen der Verkehr andersherum trottet,
ich am Ufer der Liffey,
wie ich die Lichter betrachte,
die sich im Fluss spiegeln,
ich am Bahnhof,
wie ich fasziniert
die gälischen Ansagen zu verstehen suche,
ich auf dem Rad in Richtung Meer
und immer mehr Zuversicht atmend,
ich – einschlafend – die Stille
mit Genuss aufsaugend;

Ich, wie ich am Morgen strahlend aufspringe
und wieder aufs Wasser hinausblicke,
wie ich mich mutig in Aufgaben stürze
und vergnügt der Stadt zeige:

Ich bin hier

und wie ich erstaunt feststelle,
dass nur das zählt;

Wie ich die Menschen
schätzen lerne
und wie ich ihnen
um den Hals fallen will,
um nur ein kleines bisschen Freude
mit ihnen zu teilen;
Und wie Dankbarkeit mich ausfüllt,
die ich nicht anders ausdrücken kann
als mit meinen ehrlichsten Tränen;
Und wie ich dort
in der Fremde,
die mein zu Hause ist,
letztendlich in mir selbst rasten kann.

13.09. – Die letzten Stunden in Irland

Ein letztes Mal an meinem Strand…. Ein letztes Mal den Sand und das Wasser an den Füßen spüren …. Ein letztes Mal aufs Meer hinausblicken… Ein letztes Mal DIE Luft atmen…. Ein letztes Mal DAS Rauschen hören…. Ein letztes Mal von mir selbst Fotos für den Blog machen…..

Das Wetter war so wunderschön, sonnig, warm…. So als ob Irland „Auf Wiedersehen“ sagen wollte…. einen guten letzten Eindruck hinterlassen….

 

Nach dem Strand habe ich dann noch gepackt und (wie ihr gesehen habt) den Bericht über Belfast geschrieben. Halb Eins ging es ins Bett.

The North I – Coast

Ab in Richtung Norden hieß es am Donnerstag (11.09.), zu meinem letzten Irlandtrip…. vorerst.

Bevor wir allerdings losfuhren, fing unser Ausflug erstmal gut an: Die Nachbarin, in Eile, fuhr rückwärts aus der Parklücke und krachte gegen die vordere linke Ecke von Annes Auto. Bild könnt ihr unten sehen. Wir mussten also schnell in die Werkstatt fahren. Der Typ drückte das erstmal wieder rein und versicherte uns, dass wir damit übers Wochenende erstmal zurechtkommen. Trotzdem kostete uns die ganze Geschichte 20 Minuten, da wir vorher noch mit den Nachbarn sprachen und auch mit der dann zurückkehrenden Verursacherin…… *seufz*

Gemeinsam mit meiner Gastmum Anne im Auto ging es nach dem ganzen Trouble zuerst auf der Autobahn in Richtung Norden, zwischendurch ein klein wenig Regen, ansonsten recht trocken. Nach Belfast beginnt dann die Causeway Coastal Route, die – wie der Name bereits sagt – an der Küste entlang zum Giant’s Causeway führt. Es war wunderschönes Wetter, wunderschöne Ausblicke… Die Küstenroute ist ein Muss, egal ob zum oder vom Causeway weg, es ist wunderschön!!! Kurz hinter Carrickfergus sind wir dann in Richtung Islandmagee gefahren und dachten, man käme da auch wieder auf die normale Route zurück – bis ich in die Karte schaute und erkannte, dass wir auf einer kleinen Halbinsel gelandet waren. Obwohl nicht wirklich Zeit hatten, war dieser kleine Abstecher jede Minute wert!!!! Der Blick auf die Küste, der Geruch des Meeres und auf dem Rückweg der Blick auf das Wasser zwischen Festland und Halbinsel…

Je weiter wir nach Norden fuhren, desto bewölkter wurde es, doch es war noch trocken und sah auch kein bisschen nach Regen aus. Wir sprachen immer wieder darüber, welches Glück wir hatten. Doch als wir endlich die erste Station hoch im Norden erreicht hatten…..

Carrick-a-Rede: Eine Hängebrücke, wacklig, schmal, vom Festland über das Meer zu einer Insel….. Anne sagte mir von vornherein, dass sie nicht mitgeht, doch sie wollte mich zumindest bis an den Brückenanfang begleiten. Als wir aus dem Auto raus waren und ich bereits bezahlt hatte für die Brücke und wir auf dem Weg dahin waren, blickten wir aus Meer hinaus….. Und… Was wir sahen, war eine weiße Wand von links und Regen von vorn……. Nur eine Frage von Sekunden bis uns beides erreichen würde… Und tatsächlich, noch bevor wir die Brücke annähernd erreicht hatten, fing es an zu regnen…. ich hatte keine wasserdichte Jacke mit, nur meinen warmen Aran Sweater und den Schirm….. Anne ging auf einen Hügel, um mich zu beobachten, wie ich über die Brücke laufe… ich machte mich auf….. Schirm in der linken Hand, Kamera in der rechten…….. (Keine Sorge, Papa, der Kamera ist nichts passiert!)…. Nichtsahnend stieg ich langsam die Metallstufen nach unten und trat auf die Brücke…. und… die wackelt ganz schön!!!! Besonders bei Wind und Regen und ich hatte keine Hand frei! Also bewegte ich mich so schnell wie möglich nach drüben. Ich wollte erstmal nur festen Boden erreichen, nahm mir aber für den Rückweg vor die Kamera wegzupacken und den Schirm zu schließen, um ihn ums Handgelenk zu winden, damit ich beide Hände frei habe. Zunächst schaute ich mich ein ganz klein wenig auf der Insel um – Der Wind war wirklich heavy und so war es kein wunder, dass sich mein Schirm in die andere Richtung umknickt, und das mehrfach. Fazit: Keinen Schirm mehr in Irland benutzen sondern Regencapes! Froh war ich über meine Dreiviertel-Hose, die beste Wahl für Irland und dieses Wetter, wie ich ja bereits öfters festgestellt habe. Die Schuhe waren zwar pitschnass, aber bei den langen Jeans hätte sich das Wasser von den Fersen bis zu den Oberschenkel gesogen… Dann hätte ich richtig gefroren. Wie abgesprochen, nahm der Regen ab und ich schloss meinen Schirm und packte die Kamera in meine Tasche und lief zurück ganz langsam über die Brücke, diesmal mit dem Blick nach links, rechts, oben und unten. Auch wenn das 3,36 Pfund für Studenten (dürfte 5 bis 6 Euro sein) gekostet hat, war es eine interessante Erfahrung, mit tollem Ausblick – eventuell besser bei Sonnenschein – aber trotzdem wunderbar.

Dann lief ich zurück zum Auto und als wir wieder losfuhren, fing es erneut richtig an zu schütten und sah nicht so aus, als ob es so bald wieder aufhören würde. Trotzdem fuhren wir noch zum Giant’s Causeway und es war nicht besser. Anne blieb also im Auto, sie war ja schon mal da. Ich schnappte meinen etwas angeknacksten Schirm und stiefelte los, wechselte noch schnell Geld im Laden, um den Bus nach unten zu nehmen. Nie nie nie hätte ich den Bus genommen, wenn schönes Wetter gewesen wäre. Es ist ein ganz schönes Stück bergab und auf dem Rückweg berghoch, allerdings lohnt sich das Laufen meiner Meinung nach. Doch bei so starkem Regen war mir der Bus doch lieber. Also nach unten und dort raus. Doch es war soooo extrem windig, dass mein Schirm an zwei Querstreben ganz zerbrach und der Regen verschmierte die Linse der Kamera. Der Giant’s Causeway ist ganz nett. Ja, mehr auch nicht. Mehr beeindruckt haben mich die Kllippen auf Inis Mor. Doch natürlich sollte man bei einem Irlandbesuch mal da gewesen sein…. Einfach Interesse halber. Allerdings ist es bei Regen gar nicht so ungefährlich. Ich wäre fast gestürzt. Da ich in der einen Hand den Schirm hatte, meine Haare sonst wo flogen, es relativ dunkel war und der Regen überall peitschte, war es überhaupt nicht so einfach, einen Weg zu finden, um darauf zu laufen. Als ich gerade ganz vorn war, fuhr der Bus auf einmal los und ich fluchte nur vor mich hin, was der sich erlaubt, weil ich verstanden hatte, dass er der letzte Bus nach oben ist… Und er hatte gemeint, 10 vor 6 wäre der letzte. Als er losfuhr war es erst 17.40 Uhr. Genervt, durchnässt und wütend stapfte ich zurück, da kam er ja tatsächlich nochmal nach unten. Er nahm mich wieder ein Stück zurück mit und ich blieb im Bus sitzen, weil mir draußen einfach mal so arschkalt und mein Schirm sowieso kaputt war.  Zurück oben kaufte ich noch Postkarten und ging zurück zum Auto – Der Regen hatte wieder etwas nachgelassen!
Als wir ein Stück weiter gefahren waren, hörte es tatsächlich auf mit regnen und klarte sogar ein wenig auf!!! Unglaublich dieses irische Wetter!!!
Weil so schönes Wetter war und Anne auf dem Weg nach Portrush so ein Schild entdeckte, auf dem „White Rocks“ stand und das Zeichen für Beach zu sehen war, bogen wir dort noch ab…. Und entdeckten einen wunderschönen kleinen Strand. „White Rocks“ heißt er – logisch – weil dort weiße Steinbrocken rumliegen. Anne hatte den Strand auch noch nie gesehen und wir waren beide begeistert. It was so tiny and beautiful! Wir stellten uns vor, wie schön es wohl im Sommer hier sein müsste, wenn die Sonne richtig scheint und es warm ist. Dann beobachteten wir noch einen Mann mit seiner Tochter, wie sie surfen gingen.

Auf dem Rückweg nach Belfast hatten wir noch einen wunderschönen Sonnenuntergang im Rücken. Im Hotel checkten wir ein, ich duschte erstmal richtig warm und machte mich fertig, um nach unten zu gehen. Allerdings war es dann schon halb 10 und ich sehr müde und ich entschied mich dann doch, ins Bett zu gehen.

Valentia Island – Constantin, Rollenspiel, Meeeer und nächtliche Rätsel

Meinen letzten freien Urlaubstag habe ich für ein verlängertes Wochenende auf Valentia Island im Südwesten Irlands genutzt. Constantin macht dort zurzeit mit Leuten von seinem Rollenspielverein Urlaub und hatte mich freundlicherweise eingeladen. Zwar musste ich anderthalb Stunden auf ihn am Bahnhof in Killarney warten – aber es ist auch eine ganz schöne Strecke von Valentia Island nach Killarney.

Im Haus auf der Insel angekommen, gab es erst einmal eine kleine Vorstellungsrunde und dann wurde ich gleich gefragt, ob ich abends nicht mitspielen möchte (Rollenspiel), bzw. ich wurde ja fast gezwungen *zwinker* Bekanntlich bin ich ja nicht so begeistert, wenn es um schauspielen oder dergleichen geht und ich habe mir wohl ähnliches unter Rollenspiel vorgestellt.

Wir haben dann ein wenig Film geschaut, bzw. Serie (Firefly) und dann gab es erstmal Essen (Chili con Carne, lecker :-) ) Und danach ging es los mit Spielen. Wir sollten zuerst unsere Charaktere beschreiben, ich war Siobhán, eine Seefrau (weibliche Form von Seemann) oder Freibeuterin oder Piratin oder wie auch immer…. Es stellte sich heraus, dass Rollenspiel nicht wirklich etwas mit Schauspiel zu tun hat… Wir haben nur gewürfelt und es war viel „kämpfen“ dabei (z.B. Schlägerei in Kneipe, Abwehr eines Angriffs von Piraten, …) Ich bin relativ zeitig ins Bett (war auch schon 12 oder so), da ich von der Woche extrem müde war.

Den Samstag sind wir auf der Insel herumgefahren und haben uns verschiedene Punkte angeschaut. Wunderbar… Wundervoll… Wunderschön…. Absolutely class… Das Wetter war schön (bis auf etwas sehr viel Wind), aber das Meeeeer……. ach…. *mit strahlenden Augen schwärm*

Zuerst waren wir an einem alten versteinerten Abdruck eines Tetrapods (Dinosaurier), dann sind wir zum Leuchtturm gefahren, in dessen Nähe wir auf den Felsen herumgekletter sind (toll, toll, toll!!!), weiter ging es zu einer Höhle (Grotto), die man aber nur nach Anmeldung und mit Helm betreten darf, weiter ging es auf einen Berg (forgot the name), von dem wir eine tolle Aussicht hatten (seht selbst @ Fotos), und auch die Schafe waren offenbar ganz angetan :-)

Auf dem Weg nach unten haben wir noch an einem Parkplatz gehalten, von wo aus wir zu den Fogher-Klippen gelaufen sind – natürlich nichts gegen die Klippen auf Inis Mor! ;-) Dann sind wir von der Insel runtergefahren und auf der anderen Seite den Skellig Ring entlanggefahren…. Wunderbare Aussicht, aber dort oben war es dann noch windiger, was ihr auch an den Videos sehen/hören dürftet. Zurück ging es über Casiveen, wo wir noch einkaufen waren und dann zum Haus.

Da gab es erstmal Essen (Würstchen, Omlette, Toast, das Chili vom Vortag) und dann ging wieder das Spielen los… Zuerst hatten wir mit einem Sturm zu kämpfen (wir befinden uns ja auf einem Schiff auf hoher See) und dann sind wir zu unserer Schatzinsel gekommen und mussten Nachtwache halten…. Da ich vom Tag sehr müde war, hatte ich keine Lust mehr, als wieder das Kämpfen (gegen Eingeborene) losgehen sollte und bin in den anderen Raum… Und eigentlich wollte ich nicht wirklich mehr lang aufbleiben…. Doch dann….

Als die anderen dann von drüben kamen, haben wir bisschen Musik gemacht (also Janosch + Ött haben Gitarre gespielt und wir bisschen mitgesungen und Constantin hat zwischendurch vom Laptop Musik gespielt) ….

Irgendwann sind Constantin und Gerd ins Bett und ich saß mit Janosch, Ött und Richard immer noch da…. da war es schon nach 1…. WIr haben uns unterhalten, die anderen haben versucht mir zu erklären, dass ich einen ganz falschen Eindruck vom Rollenspiel bekommen hätte, da das mit dem Würfeln nur mal so für „Zwischendurch“ ist und tatsächliches Rollenspiel mit selbstständigen Entscheidungen und Gruppendynamik und Rätsel lösen zu tun hat… Mag sein, habe ich geantwortet, trotzdem ist es nicht gerade mein Talent mir schnell irgendwas auszudenken und es anderen zu beschreiben…. ich brauche Zeit, um zu überlegen, ich schreibe meine Vorstellungen lieber auf und erzähle Geschichten schriftlich, nicht in einer großen Gruppe mündlich…. Eine Rollenspielerin wird wohl nie aus mir….
Irgendwann (halb 5) wollte ich eigentlich wirklich ins Bett gehen, als Ött mit einem Rätsel anfängt…. Es gibt eine Ausgangssituation (Jemand ist tot, ein paar weitere Hinweise) und dann muss man mithilfe von Entscheidungsfragen an den „Erzähler“ herausfinden, wie die Person gestorben ist und ähnliches…. Und das war wirklich richtig cool.. da kann ich ja nicht einfach gehen, ist ja auch eine Herausforderung….. Um 6 ging es dann aber wirklich gar nicht mehr und ich bin schlafen gegangen….. in Zimmer 8! ^^ (Insider)

Gegen halb 2 mittags bin ich aufgewacht, aufgestanden und habe gefrühstückt…. Constantin meinte später, er hätte mich morgens versucht durch Klopfen zu wecken, ich wäre aber einfach nicht wach zu kriegen gewesen….. Nach dem Frühstück habe ich gepackt, Postkarten geschrieben, eine halbe Stunde Hurling geguckt und dann mussten wir auch schon losfahren…. 17.50 Uhr ging mein Zug, ich war 23 Uhr zuhause und bin sofort ins Bett…..

 

 

Morgen ist unser Wein-Event.
Mittwoch habe ich Abschlussgespräch mit Holger, werde mir noch ein oder zwei Museen in Dublin anschauen, abends mach ich meinen kleinen Abschied.
Donnerstag fahre ich mit Anne nach Belfast, return: Saturday.
Dann packe ich.
Und Sonntagmorgen komme ich wieder nach Deutschland. Nur noch etwas mehr als 5 Tage.

Howth, Guinness ….. und danach (der Grund, warum ich nicht nach Kilkenny gefahren bin)

Wir sind gestern nach Howth gefahren, eine Halbinsel etwas nördlich von Dublin, liegt also zwischen Dublin und Rush: Annette, Katrin, Peter und Andreas – ein Kumpel von ihm, der grad auf Besuch hier ist – und ich.

Das Wetter war nicht das beste, aber es war trocken und auch relativ warm – den Pullover habe ich nur angezogen, weil es direkt am Meer einfach zu windig war. Wir sind ein kleines Stück gewandert, weil wir eigentlich zu einem Leuchtturm wollten. Später mussten wir feststellen, dass man den Leuchtturm gar nicht betreten kann, weil er auf Privatgelände liegt, was abgesperrt ist. DIe Wanderung war trotzdem sehr schön, die Landschaft ebenfalls, auch wenn nach Inis Mor sowieso nichts mehr mithalten kann…..

 

Nach der Wanderung sind wir ins Dorf zurück gefahren und haben Fish&Chips gegessen und sind noch auf der Mole ein Stück gelaufen. Und da kam die Sonne dann noch etwas raus und als sie wieder verschwand gab es interessante Lichtspiele, allerdings sehen sie auf den Foto nicht so beeindruckend aus wie in Natura.

Nach dem kurzen Molenrundgang sind wir wieder mit dem Bus zurück in die Stadt gefahren, haben die Luas genommen und sind noch ins Guinness Storehouse. Das war auch sehr interessant, besonders toll fand ich das Glas-Atrium, was die Form eines Pints hat….  und die Gerste am Anfang, die man sogar anfassen kann, hat soooo stark gerochen… Der Geruch hat mich an das Heu meiner Meerschweinchen erinnert. (Was ja nicht so weit hergeholt ist.) Und auch die geröstete Gerste…. da war ich echt überrascht: Die roch nach Kaffee!!! Und das Guinness zum Abschluss hat dort oben mit Ausblick auf die Stadt sehr gut geschmeckt. Allein dafür lohnt es sich eigentlich ins Guinness Storehouse zu gehen……

Nach dem Guinness Storehouse sind wir dann auf ein Pint ins Porterhouse…. und dann wollten die Jungs noch was essen, wir sind mit. Und dann sind wir ins Fitzsimmons. Remember: Ganz am Anfang meines Irlandaufenthaltes war ich absolut nicht begeistert davon, da war ich mit Jana direkt nach einem Händel-Konzert dort und es war extrem laut, unatmosphärisch und die Frauen einer Hen-Party haben so extrem laut gelacht…. Das war absolut nicht toll.

Aber gestern abend…. da war Live Music und die haben echt gute Musik gespielt und auf dem oberen Floor kam richtige gute Musik zum Tanzen. Und weil es echt toll war und Spaß gemacht hat und alles, habe ich dann meine Pläne über Board geworfen und nicht wie geplant meinen letzten Bus nach Hause genommen, sondern bin geblieben……. bis um 3!!!! Und habe dann meinen letzten Nachtbus nach Hause genommen, lag halb 5 im Bett.

Und ich finde, es war eine gute Entscheidung. Natürlich wollte ich gern Kilkenny sehen. Es ist aber eine Stadt. Und die kann ich auch später nochmal besuchen, da steht sie sicher immer noch. Mit den Leuten von gestern nochmal in Dublin so zu feiern…… ? Das kommt einfach nicht wieder. Und ich habe schließlich nur noch 2 Wochen…… Es war ein toller Abend und eine weitere tolle Erinnerung.

Im Übrigen: Nachtbus-Fahren in Dublin muss man sich auch unbedingt ein Mal im Leben antun. Soooooooo geil, auch wenn es am Anfang fast ne Schlägerei gegeben hätte. Rubbish! Stupid Guys! Jedenfalls haben die dort gesungen und es war wirklich ne gute Stimmung…. Sehr lustig :-)

Alles in allem ein sehr schöner Tag.

PS: Etwas weniger als 2 Wochen und ich bin back at home.

Incredible 2 – Inismore (Arann Islands)

Sonntag, 17.08.2008

Als ich aufwache, kann ich es kaum fassen: Die Sonne scheint! Zum Frühstück gibt es Muffins, Toast, Tee, Milch. Dann packe ich in Ruhe meine Sachen. Mein Rucksack ist noch nicht wirklich trocken, ebenso meine Jeans. Da es so schön warm und trocken ist, stelle ich mich schon fünf vor um 9 vors Haus und warte auf Ronan und Mo. Wir hatten ausgemacht, dass sie mich um 9 abholen. Allerdings hatte mich Ronan gleich gewarnt: „But remember, I am Irish.“ Soll heißen, Pünktlichkeit sollte ich nicht unbedingt erwarten ^^ Fünf Minuten nach um 9 erhalte ich eine SMS „Don’t worry, we are on our way now“ und muss gleich läscheln…. Noch hatte ich nicht begonnen, mir Sorgen zu machen ^^
Dann sind sie irgendwann da, ich will ins Auto steigen und überall liegen kleine Ampullen mit roter Flüssigkeit rum. Sehr ungewöhnlich. Ronan schiebt alles zur Seite und meint nur „Oh, just Blood Examples“. Dann machen wir uns auf den Weg in Richtung Rossaveal. Da sie am Abend vorher erwähnt haben, eine Fahrradtour machen zu wollen, frage ich, ob ich mitkommen kann und sie haben kein Problem damit. Wir stellen allerdings fest, dass wir auf unterschiedlichen Booten sind, weil wir bei verschiedenen Firmen gebucht haben. Aber auch das ist kein Problem. Wir stehen noch am Pier und Ronan zeigt uns auf der Karte die größte Stadt der Insel. Wir lesen „Kilronan“ und Ronan witzelt „Jepp, Kill me“ und meint dann, dass wir ihn auf der Insel Michael nennen sollen, nicht Ronan ^^
Wir steigen in unsere Boote und los gehts. Die Wellen sind ganz schön hoch, der Wind zerwuschelt meine Haare, ich rieche das Meer, ich atme, ich bin glücklich.
Die beiden Jungs kommen vor mir auf der Insel an und sitzen bereits im Pier House (kleines Café), als ich ankomme. Wir trinken Tee und essen Scone, wärmen uns etwas auf – war ja sehr windig auf See. Ich läschle einfach so, weil ich happy bin hier zu sein. Ronan sieht mich läscheln und fragt, warum ich das tue und ich sage, es sei nix. Dann begeben wir uns ins Hostel, damit ich mir mein Zimmer sichern kann. Ich habe Glück, denn es ist das letzte freie Bett. Ich schaffe meine Sachen hoch, packe alles aus und packe meinen Rucksack wieder mit den wichtigsten Sachen. Als ich rauskomme, regnet es. Wir entscheiden uns trotzdem für die Fahrradtour, Mo und ich nehmen aber noch ein Regencape, was sich als sehr gut herausstellt. Zwar sind wir nach zwei Minuten Fahrt bereits pitschnass (zumindest unsere Hosen), aber es ist ok…. Die Landschaft ist beautiful, gerade mit dem Regen, der über den Feldern und Hügeln liegt und es passt einfach alles…. Es ist gut so, wie es ist. I enjoy it very much und ich bin froh, dass wir die Fahrräder genommen haben…. Ich läschel…. Es wäre einfach nicht dasselbe gewesen im Bus…. Das Gefühl, die Natur spüren, der Regen im Gesicht, der Winde, das Rauschen des Meeres, … alles….. Im Bus hätte ich es nie so intensiv erlebt.
Wir fahren in Richtung Dun Angus, einem Ringfort am Rand hoher Klippen. Im Touristencentre am Fuß des Berges lesen wir kurz auf den Tafeln ein wenig über die Geschichte des Forts. Als wir den Aufstieg antreten, hat es aufgehört zu regnen. Es ist windig, aber es ist warm und ich genieße die Umgebung… Wir schauen aufs Meer – auf beiden Seiten! – wir schauen auf Steine, wir schauen auf Grasflächen…. Ich läschel wieder und Ronan sieht es again und meint etwas in der Art wie, dass ich in meiner eigenen Welt bin und ständig läschel…..
Oben ist es noch viel windiger, aber ebenso wunderbar…… Wir können direkt bis an den Rand der Klippen laufen. Als ich am Rand der Klippen liege, mich festhalte und nach unten schaue, direkt in die Brandung und den Wind und den Druck und die Meerluft spüre, habe ich das gleiche Gefühl, wie vor fast 6 Jahren, als ich an den Niagara Fällen stand und der Druck, der durch das Wasser entsteht, mir fast den Atem nahm…… Dieses Gefühl, was ich immer in mir trage, und hier auf dieser Insel wieder das gleiche…….  So etwas kann mir keiner nehmen… und es kann keiner nachempfinden, ich kann es auch nicht beschreiben, so etwas musst Du selbst spüren…………… Es ist unglaublich.
Wir schauen uns ein wenig um im Fort, die Steinmauern haben eine interessante Struktur. Wir fotografieren viel. Dann laufen wir wieder nach unten, wir wollen noch zu den Seven Churches, strampeln einen Berg hoch, es ist anstrengend für mich, natürlich bin ich langsamer als die Jungs. Oben muss ich erstmal durchatmen – es hat wieder angefangen zu regnen. Ronan versucht sich bei mir zu entschuldigen, er meint „I’m sorry if it’s not what you expected by coming here“ … Und ich versuche ihm klar zu machen, dass ich es absolut nicht bereue, dass es wunderbar ist so wie es ist….. Den Berg wieder runterzurasen, den Wind und Regen im Gesicht – das war es wert den Berg auch hochzuradeln!
Wir fahren einen anderen Weg nach Kilronan zurück, direkt an der Küste lang, der ist auch etwas weniger hügelig. Es regnet nicht mehr, es ist nur sehr windig…. Ich läschel die ganze Zeit und erkläre Ronan wieder, dass es genauso gut ist, wie es ist und läschel und bin glücklich und sage ihm auch, dass ich happy bin und er meint: „You are the happiest German I ever met.“
Wir kommen in Kilronan an und essen bei Supermacs (sowas wie McDonalds) – ich kann es gar nicht glauben, dass die sowas auf der Insel haben!!!!!! Dann müssen die Jungs zu ihrer Fähre, ich bringe sie zum Boot, gebe Mo noch meine Mail-Adresse und dann sind sie weg und ich bin allein…… Anja allein auf Arann…..
Ich gehe zurück, gehe noch ins Touristenoffice und frage, ob Boote zu einer der anderen Inseln gehen. Sie können es nicht sagen und bitten mich am nächsten Tag wieder zu kommen. Ich laufe zum Aran Sweater Market, da ich mir schon bevor ich nach Irland kam, vorgenommen hatte so einen Pullover zu kaufen…. Ich finde im Markt auch einen schönen, allerdings gibt es ihn nicht in meiner Größe…. Ich rede mit der Verkäuferin, sie meint, man könne auch über das Internet bestellen und schreibt mir die Daten auf….. Ich schaue mich noch ein wenig um…. und dann , keine Ahnung, wie ich plötzlich darauf komme, frage ich die Verkäuferin, ob die Pullover denn auch alle auf den Inseln produziert sind und sie antwortet direkt „No, they are produced in Cork and County Clare.“ …. und ich …. kann es nicht fassen, bin sprachlos und stotter nur etwas von „lokal persons“ und die Frau meint nur, es gebe tatsächlich noch Leute auf der Insel, welche die Pullover selbst herstellen, aber sie kann mir niemanden nennen….. Und ich gehe aus dem Laden mit einer Mordsenttäuschung in mir…. Das erste Mal seit zwei Tagen, dass ich enttäuscht von etwas bin…… Ich gehe zurück ins Hostel, nehme eine richtig warme Dusche und räume mein Bett leer…. Dann schnappe ich mir meine Reiseführer und begebe mich nach unten in die Küche und den TV Room, mache mir einen Tee und treffe auf Shannon, eine Kanadierin, in meinem Alter ungefähr, die in Irland herumreist. Wir unterhalten uns nett und beschließen dann zusammen in die American Bar zu gehen, weil wir wissen, dass dort irgendwie Live Music sein soll. Ist auch, drei Brüder, der älteste vielleicht 12, spielen Akkordeon, Fiddle, Flöte, Gitarre!?, Bodhram und singen – auch auf gälisch – und es ist wirklich ganz nett. Dann gehen wir ins Hostel zurück und gehen ins Bett.
Montag, 18.08.2008
Ich wache auf, weil die Französinnen im Zimmer zeitig aufstehen, um die Fähre zu nehmen. Es ist gegen 8 Uhr und ich muzel noch ein wenig vor mich hin. Viertel nach 8 stehe ich auf, ziehe mich an und begebe mich nach unten zum Frühstück, was im Preis included ist. Shannon kommt dann auch, sie will heute die Fahrradtour machen, die ich einen Tag zuvor absolviert habe. Wir tauschen noch Emailadressen aus, dann macht sie sich auf den Weg, ich gehe nach oben und packe meinen Rucksack. Dann gehe ich nach unten und frage Marco, den Rezeptionisten des Hostels, ob er weiß, wo ich einen Aran Sweater kaufen kann, einen real Aran Sweater. Und er kann mir nicht helfen, allerdings sagt er, dass halb 11 der Pub nebenan aufmacht, dessen Besitzer sicherlich etwas weiß. Ich laufe in der Zwischenzeit etwas umher, es ist sehr still, die ganzen Touristen sind noch nicht da, …. Einsam am Pier…. Der Geruch des Meeres…….. Ich liebe es!
Marco und ich gehen zu Steve, dem Pubbesitzer, und er meint, „Ja, Mary O’Flaherty“ und zeigt mir auf der Karte, wo das ist……. und ich laufe los, brauche eine Stunde bis dahin, aber es ist schön, es ist warm, die Sonne scheint und ich laufe durch eine tolle Landschaft….. Und dann komme ich bei Mary an…. und unterhalte mich mit ihr…. und erkläre ihr, dass ich total enttäuscht war von den Pullovern unten im Dorf und ich probiere verschiedene Pullover an und finde auch einen schönen…. und sie erzählt ein wenig….. Das mit den Touristen und alles ist in den letzten fünf Jahren immer schlimmer geworden…. Ich meine zu ihr, dass ich richtig geschockt war, als ich von der Fähre kam und die Busfahrer durcheinander schrien, ob ich nicht eine Bustour machen möchte…. Richtig agressiv… und Mary meint, das die Busfahrer selbst sie ansprachen, ob sie nicht eine Bustour machen möchte, wenn sie von der Fähre kommt, obwohl Mary ja keine Unbekannte ist auf der Insel……
Ich bin glücklich und laufe strahlend nach Kilronan zurück – wiederum eine Stunde. Dann mache ich mir Mittag und treffe auf Sina, eine Deutsche, die im Hostel arbeitet…. Wir unterhalten uns ganz nett und sie beschreibt mir einen Weg zum Black Fort, einem zweiten Fort auf der Insel, wo aber kaum jemand hinkommt, weil man nicht mit dem Bus hinkommt und weil die meisten Touristen sich nur auf die ausgeschilderten Sachen konzentrieren….. Ich laufe also los, biege nach einem kleinen Strand einen Feldweg ab und laufe den Berg hoch… Der Weg ist steinig und schwer……. nein im ernst, der Weg ist wirklich voller Steine ….. Und oben laufe ich auf das Fort zu… und bis an die Klippen und….. it’s so beautiful… Just me, the waves, the cliffs and nothing else…… Nur ich, die Wellen, die Klippen….. Ich lache, ich schreie, ich jubel, ich atme……….. Und bin einfach nur glücklich…… Ich fotografiere unglaublich viel… aber das muss auch sein, hier an diesem unglaublichen Ort….. ich würde gern ewig hier bleiben…… alles ist so unbedeutsam… ich sitze da, ich laufe an den Klippen entlang….. ich denke nach…  ich denke daran, was ich auf Arbeit zu tun habe, ich denke daran, was ich eigentlich noch alles nebenbei erledigen müsste……. und dann schiebe ich all das beiseite, denn es ist in dem Moment so unwichtig, alles außerhalb der Insel ist egal….. it doesn’t matter…… because es ist nur der Augenblick, der gerade zählt und ich genieße es….. ich genieße es, nur auf die Wellen zu sehen und zu atmen, zu leben…… Das Paradies auf Erden…. Der schönste Fleck, den ich in meinem Leben bisher gesehen habe…… The best place ever…….
Nach 3 Stunden wird es langsam doch ganz schön kalt und es dämmert schon ein wenig und so laufe ich dann doch wieder nach unten, auch wenn ich dort oben wirklich ewig hätte bleiben können…..  Sina sitzt mit ihrer Kollegin vor dem Hostel auf der Mauer…. ich setze mich dazu… sie bietet mir ein Cider an, was ich dann auch dankend annehme ^^ Irgendwann kochen wir…. die Soße sieht lecker aus, dann passiert das Missgeschick: Als Sina das Salz nimmt, geht der Deckel ab … und natürlich kommt viel zu viel Salz in die Soße….. Valerio – ein mit Sina und Marco befreundeter Italiener, der im Aran Sweater Market arbeitet – kommt auch noch vorbei und versucht die Soße zu retten – vergeblich! Am Ende ist die Suppe extrem scharf, salzig und knoblauchig….. Wir trinken noch Rotwein und reden und reden und es ist um 2 als ich ins Bett gehe… vorher gebe ich Sina noch meine Emailadresse. Oben wecke ich alle im Zimmer auf, kann meine Sachen nicht mehr packen, finde meinen Wecker nicht und die eine Amerikanerin stellt für mich ihren….. Ich falle totmüde ins Bett.
Dienstag, 19.08.2008
Um 7 klingelt der Wecker, ich stehe auf und mache mich fertig, packe meine Sachen und gehe kurz vor 8 nach unten. Um 8 wird die Küche aufgemacht. Ich stecke die Batterie meiner Kamera an die Steckdose. Ich schmiere mir schnell mein Baguette, würge mir noch Toast hinunter und laufe los. Ich will auf die Fähre und die meinen „Right boat, wrong ticket“ …. es ist die andere Firma… und ich Tollpatsch habe mir 8.30 Uhr als Uhrzeit eingeprägt gehabt, meine Company ist aber schon um 8 gefahren…… Ich stehe da…. und dann meint einer: „Komm schnell rauf“ … und nimmt mein Ticket… und ich sitze in der Fähre…… und denke nach…. und plötzlich…. fällt mir meine Batterie wieder ein….. ich renne los…… und am Ende des Piers denke ich mir: Warum rennst du eigentlich? Warum hast du es so eilig? Ist doch egal, it doesn’t matter!!!!!! Und schlender gemütlich zum Hostel zurück….. Oben auf der Mauer sitzt Valerio…. und ich zucke nur die Schultern und meine: Meine Batterie steckt noch am Strom. Und oben aus dem Fenster guckt Marco und schaut mich fragend an und ich erkläre dasselbe…. und er lacht….. Ich gehe in den Aufenthaltsraum, stelle meine Sachen ab und mache mir eine warme Milch – ich habe ganz schöne Halsschmerzen, deshalb. Ich gehe nach draußen und setze mich zu Valerio auf die Mauer…… und es ist wunderbar. Auf den kleinen Hafen schauen, die Ruhe (keine Touristen!), das Meer……. Immernoch alles so unbedeutsam……. Und etwas weiter draußen sehe ich die Fähre schippern und ich wunder mich über mich selbst…. die Planvolle, die immer doppelt checkt, wann denn nun die Verkehrsmittel starten……. und gerade ich…. verpasse die Fähre, vergesse die Batterie……. Ich frage mich, ob das ein Zeichen ist……… Vielleicht macht das die Insel mit dir, dass es egal ist, ob du nun morgens fährst oder erst mittags……

Als Marco später wieder in der Küche ist, meint er zu mir, dass er glaubt, ich will gar nicht gehen………. Ich lache nur und denke: Eigentlich hat er Recht.

So sitze ich abwechselnd auf der Mauer und im TV-Raum und trinke Tee und schaue aufs Meer und genieße die Sonne und erfreue mich an meinem Aran Sweater, den ich an habe, und freue mich überhaupt über alles…… ich läschle und bin glücklich.

Um 12 Uhr legt die Fähre ab. Auch diese Überfahrt ist wundervoll und gleichzeitig von starker Melancholie geprägt. Ständig schaue ich zurück zur Insel und will am liebsten, dass das Schiff wieder umdreht. In Rossaveal steige ich dann in den Bus und bin froh, dass keine Musik läuft. Ich denke nach und bin traurig, ich sehe die Landschaft, doch etwas in mir……. will zurück, zurück an diesen wunderbaren Ort so weit im Westen Europas, entfernt von all dem, was manchmal Nerven raubt…… In Galway gehe ich ins City Museum, aber kann mich nicht so richtig konzentrieren, denn ich bin sehr müde…. Ich laufe hin und her…. dann gehe zum Eyre Square und stolper über das kleine Touristenoffice dort. Ich frage, was ich innerhalb von 2 Stunden noch per Fuß erreichen kann und sie erklärt mir, wo ich das Castle finde, die Kathedrale und Nora Barnacles Haus…… Ich laufe zu Lynchs Castle und stelle fest, dass ich schon mehrere Male daran vorbeigelaufen bin… Heute ist eine AIB-Bank darin, darum war es mir gar nicht so aufgefallen…… dann laufe ich in eine kleine Gasse und finde Nora Barnacles Haus, total grau und unscheinbar, nur die blaue Tür sticht hervor….. Nora Barnacle war die Frau von James Joyce…… Dann laufe ich zur Kathedrale….. Sie ist zwar längst nicht so beeindruckend wie die in Fourvière in Lyon, wo ich im letzten Jahr war, aber sie ist auch schön….. die Orgel ist groß…….. dann laufe ich auf den Ausgang zu… und sehe zu meiner Linken die Kerzen…… und irgendwie – ich weiß nicht warum, ich weiß auch nicht, warum gerade in Galway in Irland – aber ich muss an Herrn Fischer, meinen ehemaligen Kunstlehrer, denken, der letztes Jahr im August gestorben ist……. und ich zünde eine Kerze an…… und stelle sie auf einen der Ständer…. und muss auf einmal weinen und setze mich kurz und weine und weine………. Und als ich aufhöre zu weinen, gehe ich nach draußen und begebe mich zurück und gehe zum großen Touristenoffice, wo ich meinen Evaluationsbogen abgebe und nach einer Fotoausstellung im Corbett Court frage, die mir Ronan per SMS noch empfohlen hatte….. Leider finde ich sie nicht und setze mich dann geschafft am Eyre Square auf eine Park Bank und warte auf meinen Zug……
Ich sitze im Zug…. ich will eigentlich schlafen, weil ich extrem müde bin…… Aber zwei Spanier setzen sich neben mich und ich unterhalte mich mit ihnen….. Antonio heißt einer von ihnen, Rodrigo der andere…….. wir unterhalten uns sehr nett….. und als wir in Dublin aussteigen und ich dann doch einen Bus nehmen will, überlege ich noch, ob ich ihnen meine Emailadresse gebe, tue es nicht… und sie sagen auch nichts weiter außer tschüss…… mmmh… hinterher ärgere ich mich ein bisschen…… Ich laufe an der Liffey entlang, steige dann in einen Bus zur O’Connell Street, steige dort aus, laufe zu meiner Haltestelle und erwische noch den 21.30 Uhr Bus….. 22.30 bin ich zuhause und falle ins Bett…….. ich strahle, bin glücklich und schlafe läschelnd ein.

Incredible 1 – Galway, Burren, Cliffs of Moher

Freitag, 15.08.2008Gepackt habe ich bereits am Donnerstagabend. Holger lässt mich freundlicherweise eine halbe Stunde eher gehen, damit ich meinen Zug nach Galway rechtzeitig erreiche. Ich steige an der Pearse Street in den Bus, fahre bis zur Heuston Station (ja, das wird tatsächlich wie „Juuustn wir haben ein Problem“ ausgesprochen). Ich kaufe mein Ticket und laufe zum Bahnsteig… Was für ein alter Zug, organge, sieht heruntergekommen aus. Eingestiegen, Platz genommen und auf geht’s in Richtung Westen. Trotz Müdigkeit bleibe ich den größten Teil der zweieinhalbstündigen Fahrt wach… Irland ist so grün, Irland ist wunderschön, auch und gerade mit Regen… Ich steige in Galway aus dem Zug – es regnet – und begebe mich aus dem Bahnhofsgebäude, steige in ein Taxi – ein B&B habe ich bereits reserviert, da ich ja so spät abends ankomme. Um 9 Uhr klingel ich an der Tür, eine ältere Dame macht mir die Tür auf, wir verabreden das Frühstück für 8 Uhr am Morgen. Ich falle todmüde ins Bett.

 

 

Samstag, 16.08.2008Zum Frühstück gibt es Scone und Toast und Cornflakes und Obst und Tee. Dann packe ich meinen Rucksack und laufe los. Es gib einen Weg direkt neben den Schienen mit einer Brücke über den Fluss und ich erreiche innerhalb von 15 Minuten Fußweg Galways Innenstadt. In dieser Zeit hat es im Übrigen sehr geregnet, mein Rucksack ist etwas nass, meine Jeans ebenfalls. Es hält sich aber noch in Grenzen. Ich begebe mich ins Touristen-Office, buche eine Bustour zu den Cliffs of Moher und zum Burren, dem Hochplateu südlich von Galway. Zudem buche ich die Fähre nach Inismore (Arann Islands). Dann kaufe ich schnell im Dunnes Store noch ein Baguette und ein paar Cracker. Salami hatte ich von zuhaus mitgenommen. Dann laufe ich zur Merchants Road, wo der Bus abfahren soll. Ich bezahle die Restgebühr, steige in den Bus und es geht los.

 

 

Wir haben einen tollen Busfahrer („Ein Hoch auf unsern Busfahrer, Busfahrer, Busfahrer, ….“) und er fragt erstmal wo wir alle herkommen. Es sind Italiener dabei und Spanier und Schweizer und Deutsche und Japaner und Amerikaner und eine Australierin und ein Franzose …. Je näher wir dem Burren kommen, desto weniger wird der Regen, bei der Ankunft an der Farm, von wo aus die Walking Tour starten soll, nieselt es nur ganz wenig. John führt uns auf dem Privatgelände seiner Familie umher – sie besitzen 2 Hügel im Burren! Ich möchte zwar nicht wissen, in wieviel Kuhscheiße ich tatsächlich während der Wanderung getreten bin, aber das ist auch relativ egal – Die Wanderung war es wirklich wert. Die Landschaft ist wunderschön, man glaubt auf den ersten Blick, alles sei grau. Doch überall wächst Gras und sogar bunte Blüten findet man dort! Den Burren nur im Bus – wie viele der Touren es anbieten – zu erkunden, ist das schwachsinnigste, was man tun kann. Den Burren muss man erleben, sehen, fühlen, riechen…. Die Aussicht ist wunderbar, die Sonne kommt sogar raus, ich kann bis zum Meer sehen. Die Kalksteinformationen sehen sehr interessant aus. John erzählt uns einiges über die Landschaft und auch die Geschichte. Beispielsweise bringen die Bauern hier ihr Vieh im Winter den Berg hinauf, weil es auch im Winter angenehm warm ist und das Gras sich so über den Sommer erholen kann. Zudem zeigt er uns, dass trotz des ewigen Regens der Boden kaum feucht ist, was daran liegt, dass der Kalkstein das Wasser aufnimmt. John erzählt uns auch, wie die Iren früher im Burren wichtige Weisheiten weitergegeben haben. Alles wurde in Legenden und Mythen und kleine Geschichten verpackt. Zum Beispiel heißt es vom Burren, dass er Dir die Seele aussaugt, wenn du den Berg erklimmst und du dann keine Kraft mehr hast, wieder nach Hause zurückzukehren. Darum soll man etwas zu Essen mitnehmen um wieder Energie zu erhalten. Für mich klingt das logisch. John zeigt uns auch die Mauern, die auf den Bergen errichtet wurden. Ja, tatsächlich, es gibt in den Bergen Mauern, die sich einfach vom Fuß des Berges bis an die Spitze erstrecken und aussehen, als sollten sie den Berg einteilen. Doch dahinter steckt eine trauriger, meiner Meinung nach schlimme Geschichte. Zur Zeit der großen Hungersnot in Irland hatten die Menschen nichts mehr zu essen. Die britischen Besatzer sagten sich: Naja, wir wollen ja keine Unmenschen sein, wir geben ihnen Essen. Allerdings nicht umsonst. Sie sollten für die Briten arbeiten. Aber statt Straßen oder irgendwas zu bauen, sollten die Iren nur diese Mauern errichten, die vornehmlich in die Berge hinaufführen. Diese Mauern erfüllten keinen Zweck. Die Briten hatten nur Angst, dass Irland eine wirtschaftliche Bedrohung werden könnte, wenn sie zum Beispiel die Infrastruktur ausbauen. *kopfschüttel* Das hat mich sehr überrascht, sehr enttäuscht, etwas traurig gestimmt…..
Wie die Kinder den Burren genutzt haben, zeigt John uns auch. Es gibt den sogenannten „Sliding Stone“ – das bedeutet, man rutscht auf einem Stein eine Kalksteinfläche hinunter. Zuerst probiert es eine Schweizerin, dann eine Spanierin, dann ein Italiener, dann ein Schweizer… und ich kann ja nicht auf mir sitzen lassen, dass die da um die beste Rutschparty ohne Dschörmeni kämpfen… Also setze ich mich auch auf den Stein und ……. scheitere kläglich, ich falle um und bin danach total weiß ^^

Wir wandern wieder nach unten und ab in den Bus – Immer noch schönes Wetter! Und unser Busfahrer meint (es ist bereits um 1), dass er normalerweise jetzt erstmal nach Doolin zum Lunch fährt, aber weil so schönes Wetter ist und man nie weiß… Und so fahren wir eben erstmal zu den Cliffs of Moher, erreichen diese also auch noch bei Sonne. Die Cliffs sind unbeschreiblich, incredible, unbelievable…. Es ist hoch, es ist windig, es ist ….. Ich könnte tausende Fotos machen….. Und ich glaube, die Fotos sagen auch mehr als Worte je ausdrücken könnten…. Ich finde auch nichts, wie ich euch erklären könnte, wie es dort ist….. Leider haben wir nicht so viel Zeit und müssen wieder zurück zum Bus…..

 

Und direkt als wir wieder im Bus sitzen, 5 Meter nach den Cliffs fängt es an zu regnen und bleibt auch den ganzen Nachmittag so. In Doolin – bekannt für seine traditionelle Musik- und Pubszene – essen wir zu Mittag, und fahren dann an der Küste zurück in Richtung Galway. Dabei gibt es noch eine kleine Sehenswürdigkeit: Black Head. Der Kalkstein ist ja eigentlich sehr hell (zumindest grau). Und bei Black Head wird er total schwarz. Und natürlich gibt es dazu auch eine Geschichte. Ein Pirat hatte den Menschen ganz viel grausames angetan und der Lehan (glaube ich zumindest, dass er so heißt, der keltische Meeresgott) hat diesen Piraten an die Klippen geworfen und prompt wurde er zu Stein und der Stein färbte sich so schwarz wie seine Seele war. Angeblich sieht man in den Klippen das Gesicht (eben den Black Head), aber da es so viel regnet, kann ich nicht klar aus dem Fenster schauen und sehe ihn leider nicht :( Während der Bustour habe ich mich mit Yero (wie Hero ausgesprochen, bloß mit Y), einem Schweizer unterhalten – er spricht neben Französisch und Englisch auch gut Deutsch – und wir verabreden uns mit ein paar Deutschen und einer anderen Schweizerin für den Abend in Galway in einem Pub mit Life Musik.

Da es erst 17.30 Uhr laufe ich wieder zu meinem B&B, aber es regnet extrem und so wird meine Hose bis über die Knie nass und auch mein Rucksack ist durchnässt. Ich hänge alles auf, ziehe mich um und kuschel mich ins Bett, um mich ein wenig aufzuwärmen. Dann mache ich mich auf und nehme vorsichtshalber den Bus nach Galway, weil ich keine nassen Schuhe bekommen möchte. In Galway laufe ich vom Eyre Square zu Shop Street – und bin begeistert. So lebhaft, so viele Pubs, so viele Shops… Nice, very nice. Wir treffen uns in einem Pub namens Taaffes. Wir unterhalten uns, trinken ein bisschen, treffen noch zwei andre Schweizer – die aber aus dem deutschen Teil kommen – , wir genießen die Life Musik. Und dann stelle ich mich an eine anderen Platz innerhalb unserer Gruppe, weil bei mir ständig Leute vorbeilaufen und das nervt. Und auf einmal höre ich zwei junge Männer über History sprechen und mische mich ins Gespräch ein und wir unterhalten uns ganz nett und kommen auch auf die Arann Islands zu sprechen und dann sagen die beiden doch tatsächlich, dass sie auch für den nächsten Tag eine Fähre gebucht haben. Solche Zufälle gibt es doch echt nicht! Als die anderen von der Gruppe weiterziehen, gebe ich Yero noch schnell meine Visitenkarte, aber ich gehe nicht mit, bleibe bei Ronan und Mo und unterhalte mich weiter mit den beiden. Ronan ist aus Irland, wohnt seit einiger Zeit in Galway, Mo heißt eigentlich Mohammed, kommt aus den Niederlanden und die beiden sind Mediziner und haben sich in Sambia kennengelernt. Da Ronan ein Auto hat, bietet er mir an, mich am nächsten Tag abzuholen und mit nach Rossaveal zu nehmen, wo die Fähre ablegt. Ronan und ich tauschen Handynummern aus und die beiden bringen mich zum Taxi. Der Taxifahrer verfährt sich zuerst noch…. Irgendwann bin ich im B&B und falle wieder totmüde ins Bett.

 

 

Water, water everywhere

 

Bei uns war am Samstag Unwetter. Nachdem es fast anderthalb Wochen bereits ständig geregnet hat (gleichzeitig war es aber sehr warm immer), der Boden somit die ganze Zeit schon relativ feucht war, hat es am Samstag ab um 4 nachmittags durchgeregnet und gegen 19 Uhr verstärkte sich das ganze nocheinmal…. Ja, Erinnerungen an die Flutkatastrophe in Sachsen im Jahr 2002 sind nicht ganz aus der Luft gegriffen. Die Straße und der Fußweg vor unserem Haus waren ein Fluss, der Porttunnel war gesperrt, die M50 und die M1 (beides große Autobahnen hier um Dublin herum) waren gesperrt…. Anne brauchte 4 Stunden um aus Dublin nach Hause zu kommen und sie hatte echt Angst wie die Autos auf dem Bild stecken zu bleiben….. Holger erzählte mir heute, dass er bei Bekannten Wasser aus dem Haus geschippt hat, weil bei deren Nachbar das Wasser hüfthoch im Garten stand und in ihrem Haus durch die Fußleisten nach oben gedrückt ist, ins Haus rein…..

Das war schon nicht ohne.

Ich habe Urlaub für nächsten Montag+Dienstag eingereicht und werde wieder in den Westen fahren, diesmal nach Galway und auf die Aran Islands. Ich weiß gar nicht, wie ich das machen soll mit Fotografieren. In Sligo habe ich 560 Bilder geknipst, an lediglich ZWEI TAGEN!!!!

1. Nachtrag: Sligo

Schon etwas her, aber ich war letztes Wochenende in Sligo (19./20. Juli).
Unten könnt ihr Bilder sehen und wenn ihr drauf klickt, gibts sogar zu jedem Bild ne Erklärung, wobei ihr auch gleich ahnen könnt, was ich alles gemacht habe.

Ich bin 9 Uhr am Samstagmorgen mit dem Zug von Dublin nach Sligo gefahren. Dort angekommen, erstmal ins Touristen-Office. Enttäuschung: Der Bus zu dem See, wo ich eigentlich hinwollte, fährt nur Montags, Mittwochs und Freitags. Echt blöd. Habe mir dann erstmal kurz die Stadt angesehen und bin dann mit einem anderen Bus zum Knocknarea gefahren. Das ist ein Berg, auf dem ein Hügelgrab sein soll, angeblich von der legendären Queen Maeve. Leider habe ich niemanden gefunden, der mir diese Legende mal hätte in Ruhe erklären können. Außerdem ist diese Aufschüttung an Steinen noch nie erforscht worden – man weiß also gar nicht, ob da ein Grab drunter ist. Trotzdem bin ich auf den Berg rauf und habe auch der Tradition entsprechend vom Fuß des Berges einen Stein mitgenommen, um ihn oben auf dem Grab zu platzieren. Und auf dem Berg bin ich etwas rumspaziert, habe das Meer gesehen und ein kleines Dorf direkt am Meer von oben….. mmmh, zu gern wäre ich da mal hingegangen, das sah sehr schön aus von oben……

Dann bin ich vom Berg wieder runter und weil kein Bus zurückfuhr, bin ich die Strecke nach Sligo gelaufen. War anstrengend und meine Beine taten weh, aber sooo ewig weit weg war es gar nicht. Dann bin ich noch in einen Pub, habe Postkarten geschrieben (nur 3) und bin dann in mein Hostel zurück (siehe wunderschöne Wolkenformationen). Im Hostel waren mittlerweile zwei Mädels aus Deutschland eingezogen und wir haben noch bissl gequatscht.

Sonntag bin ich dann morgens los, wollte einen Morgenspaziergang machen, bin bis zum Institute of Technology gelaufen, habe auch das Yeats Village gesehen und bin dann wieder in die Innenstadt, dort erstmal gefrühstückt, noch paar Fotos gemacht, dann in die Abbey gegangen und da ansonsten die meisten Sachen geschlossen hatten, habe ich schon 15 Uhr den Zug nach Dublin genommen.

Und abends sind wir dann noch ins Kino zu Sex and the City (Jana, Verena, Jana, Peter und ich).

 

Jana zu Besuch + Ralfs Geburtstagsparty

Ich habe zurzeit kein Internet zuhause, das ist blöd. Anne hat ihrem ehemaligen Fitnesstrainer, der ja mit Leukämie im Krankenhaus liegt, unseren W-Lan-Stecker gegeben und hat dafür eine Art Rooter bekommen. Leider haben wir es bis jetzt noch nicht hinbekommen das anzuschließen. Bin sehr traurig deswegen, weil ich schon ganz gern mit euch kommunizieren wöllte.

Am Dienstag war ich ja im Fitnessstudio und habe eine Mitgliedschaft abgeschlossen. Teil davon ist es, am Anfang zu testen, wie fit man ist, um erstens ein Programm aufzustellen, zweitens um Ergebnisse auch messen zu können. Interessante Dinge habe ich da am Donnerstag dann erfahren bei meinem Test. Mal schauen, wie das Programm jetzt aussieht, Dienstag geh ich wieder hin.

Freitag waren wir abends noch auf ein Feierabendbier im O’Donoghues. Und dann ist Jana mit zu mir nach Hause gefahren. Und ihr gefällt es sehr sehr gut und sie meinte auch, dass sie es verstehen kann, dass man so einen weiten Weg auf sich nimmt, um es so schön zu haben.

Wir waren dann gestern im Ardgillan Castle wegen den Rosen, die Anfang Mai als ich mit Parents dort war noch nicht blühten. Allerdings waren sie jetzt mittlerweile schon fast verblüht. Sah aber trotzdem schön aus.

Und dann sind wir wieder zurück, haben kurz (20 min) bei mir gemuzelt und sind dann am Strand entlang nach Rush reingelaufen.

Von Rush aus haben wir dann den Bus wieder reingenommen und sind dann zu Verenas Haus, weil ihr Freund – Ralf – in seinen 25. Geburtstag reinfeiern wollte. War ganz schön, nur leider ist niemand so richtig schlafen gegangen. Ich bin zwischendurch auf dem Sessel mal kurz weggenickt, aber naja….

um 6 Uhr morgens kamen die übrigen Jungs auf die Idee frühstücken zu gehen. Wäre ja toll gewesen, aber sie waren zu betrunken und einfach nur peinlich. Darauf hatte ich dann keinen Bock und ich bin bei wunderschönstem Sonnenschein, blaustem Himmel und so frischer Morgenluft ( DUBLIN – GROßSTADT!!!!!!) in die Innenstadt gelaufen und dort hab ich dann auf den Bus gewartet, der 9.30 Uhr kommen sollte. Es war teilweise so warm in der Sonne und aufgrund des Schlafmangels gings mir auch nicht so besonders, hab mich dort auf den Boden hingesetzt an der Haltestelle meine Sachen um mich gebaut und geschlafen. Als der Bus endlich kam, bin ich rein und hab mich auch erstmal wieder hingelegt und bis nach Rush raus geschlafen, oder es zumindest versucht…. Nunja.

Zuhause angekommen, erstmal schlafen gelegt anderthalb Stunden. Dann bin ich von einem extremen Krampf in der linken Wade aufgewacht und war relativ munter. Der Krampf ging dann zum Glück weg, ich bin aufgestanden und Annes Tochter Amanda war mit ihrem Mann da….. Sie hatten eine Nachricht für Anne…… Sie kriegen Zwillinge!!!!!!!! (haben das Donnerstag erst erfahren und ihr jetzt erzählt)
Ich bin nur runtergekommen und habe gesehen, dass sie ein Ultraschallbild in der Hand haben und habe danach gefragt und sie hat es mir gezeigt und da waren zwei runde Sachen zu erkennen……. wow…… Anne konnte es gar nicht richtig begreifen….. It’s so nice.
Im September kommt ja erstmal bei Susan „Baby number two“ und im Januar oder so dann die Zwillinge bei Amanda….. Achja…. *seufz*

Den Text hier habe ich Sonntagnachmittag geschrieben, nur aufgrund des Internets schnell hier auf Arbeit reingestellt.

Ich vermisse euch. Aber es ist gar nicht mehr so lang hin. Es sind GENAU NEUN WOCHEN bis ich nach Deutschland zurückkehre. NEUN WOCHEN!!!! Das ist gar nichts. Trotzdem bin ich etwas homesick…… Jetzt gerade nichts von euch zu erfahren, wegen dem blöden Internet….  Melancholie…..

« Ältere Einträge