I was sad to leave it all behind me….

Farewell – Abschied – Tränen

Tagesablauf:
1. Verabschiedung von John
2. Busfahrt + Vorbereitung Abschlussgespräch
3. Ankunft in Kammer gegen 10.50 Uhr
4. Aufräumen meines Schreibtischs + Sortieren von alten Unterlagen
5. Desktop aufräumen
6. Abschlussgespräch mit Holger (12.30 Uhr)
7. Letztes Mal Essen bei Beshoffs (Fish+Chips) – gegen 13.45 Uhr
8. Dublin Writers Museum
9. Einkaufen für abends (Trinken)
10. Farewell-“Dinner“ in der Chamber (ab 17.30 Uhr)
11. Pub (ab 19.00 Uhr)

John (Fitness Centre) + me:

Holger + me:

Katrin + Peter (+ Patrick):

Verena:

Howth, Guinness ….. und danach (der Grund, warum ich nicht nach Kilkenny gefahren bin)

Wir sind gestern nach Howth gefahren, eine Halbinsel etwas nördlich von Dublin, liegt also zwischen Dublin und Rush: Annette, Katrin, Peter und Andreas – ein Kumpel von ihm, der grad auf Besuch hier ist – und ich.

Das Wetter war nicht das beste, aber es war trocken und auch relativ warm – den Pullover habe ich nur angezogen, weil es direkt am Meer einfach zu windig war. Wir sind ein kleines Stück gewandert, weil wir eigentlich zu einem Leuchtturm wollten. Später mussten wir feststellen, dass man den Leuchtturm gar nicht betreten kann, weil er auf Privatgelände liegt, was abgesperrt ist. DIe Wanderung war trotzdem sehr schön, die Landschaft ebenfalls, auch wenn nach Inis Mor sowieso nichts mehr mithalten kann…..

 

Nach der Wanderung sind wir ins Dorf zurück gefahren und haben Fish&Chips gegessen und sind noch auf der Mole ein Stück gelaufen. Und da kam die Sonne dann noch etwas raus und als sie wieder verschwand gab es interessante Lichtspiele, allerdings sehen sie auf den Foto nicht so beeindruckend aus wie in Natura.

Nach dem kurzen Molenrundgang sind wir wieder mit dem Bus zurück in die Stadt gefahren, haben die Luas genommen und sind noch ins Guinness Storehouse. Das war auch sehr interessant, besonders toll fand ich das Glas-Atrium, was die Form eines Pints hat….  und die Gerste am Anfang, die man sogar anfassen kann, hat soooo stark gerochen… Der Geruch hat mich an das Heu meiner Meerschweinchen erinnert. (Was ja nicht so weit hergeholt ist.) Und auch die geröstete Gerste…. da war ich echt überrascht: Die roch nach Kaffee!!! Und das Guinness zum Abschluss hat dort oben mit Ausblick auf die Stadt sehr gut geschmeckt. Allein dafür lohnt es sich eigentlich ins Guinness Storehouse zu gehen……

Nach dem Guinness Storehouse sind wir dann auf ein Pint ins Porterhouse…. und dann wollten die Jungs noch was essen, wir sind mit. Und dann sind wir ins Fitzsimmons. Remember: Ganz am Anfang meines Irlandaufenthaltes war ich absolut nicht begeistert davon, da war ich mit Jana direkt nach einem Händel-Konzert dort und es war extrem laut, unatmosphärisch und die Frauen einer Hen-Party haben so extrem laut gelacht…. Das war absolut nicht toll.

Aber gestern abend…. da war Live Music und die haben echt gute Musik gespielt und auf dem oberen Floor kam richtige gute Musik zum Tanzen. Und weil es echt toll war und Spaß gemacht hat und alles, habe ich dann meine Pläne über Board geworfen und nicht wie geplant meinen letzten Bus nach Hause genommen, sondern bin geblieben……. bis um 3!!!! Und habe dann meinen letzten Nachtbus nach Hause genommen, lag halb 5 im Bett.

Und ich finde, es war eine gute Entscheidung. Natürlich wollte ich gern Kilkenny sehen. Es ist aber eine Stadt. Und die kann ich auch später nochmal besuchen, da steht sie sicher immer noch. Mit den Leuten von gestern nochmal in Dublin so zu feiern…… ? Das kommt einfach nicht wieder. Und ich habe schließlich nur noch 2 Wochen…… Es war ein toller Abend und eine weitere tolle Erinnerung.

Im Übrigen: Nachtbus-Fahren in Dublin muss man sich auch unbedingt ein Mal im Leben antun. Soooooooo geil, auch wenn es am Anfang fast ne Schlägerei gegeben hätte. Rubbish! Stupid Guys! Jedenfalls haben die dort gesungen und es war wirklich ne gute Stimmung…. Sehr lustig :-)

Alles in allem ein sehr schöner Tag.

PS: Etwas weniger als 2 Wochen und ich bin back at home.

Incredible 2 – Inismore (Arann Islands)

Sonntag, 17.08.2008

Als ich aufwache, kann ich es kaum fassen: Die Sonne scheint! Zum Frühstück gibt es Muffins, Toast, Tee, Milch. Dann packe ich in Ruhe meine Sachen. Mein Rucksack ist noch nicht wirklich trocken, ebenso meine Jeans. Da es so schön warm und trocken ist, stelle ich mich schon fünf vor um 9 vors Haus und warte auf Ronan und Mo. Wir hatten ausgemacht, dass sie mich um 9 abholen. Allerdings hatte mich Ronan gleich gewarnt: „But remember, I am Irish.“ Soll heißen, Pünktlichkeit sollte ich nicht unbedingt erwarten ^^ Fünf Minuten nach um 9 erhalte ich eine SMS „Don’t worry, we are on our way now“ und muss gleich läscheln…. Noch hatte ich nicht begonnen, mir Sorgen zu machen ^^
Dann sind sie irgendwann da, ich will ins Auto steigen und überall liegen kleine Ampullen mit roter Flüssigkeit rum. Sehr ungewöhnlich. Ronan schiebt alles zur Seite und meint nur „Oh, just Blood Examples“. Dann machen wir uns auf den Weg in Richtung Rossaveal. Da sie am Abend vorher erwähnt haben, eine Fahrradtour machen zu wollen, frage ich, ob ich mitkommen kann und sie haben kein Problem damit. Wir stellen allerdings fest, dass wir auf unterschiedlichen Booten sind, weil wir bei verschiedenen Firmen gebucht haben. Aber auch das ist kein Problem. Wir stehen noch am Pier und Ronan zeigt uns auf der Karte die größte Stadt der Insel. Wir lesen „Kilronan“ und Ronan witzelt „Jepp, Kill me“ und meint dann, dass wir ihn auf der Insel Michael nennen sollen, nicht Ronan ^^
Wir steigen in unsere Boote und los gehts. Die Wellen sind ganz schön hoch, der Wind zerwuschelt meine Haare, ich rieche das Meer, ich atme, ich bin glücklich.
Die beiden Jungs kommen vor mir auf der Insel an und sitzen bereits im Pier House (kleines Café), als ich ankomme. Wir trinken Tee und essen Scone, wärmen uns etwas auf – war ja sehr windig auf See. Ich läschle einfach so, weil ich happy bin hier zu sein. Ronan sieht mich läscheln und fragt, warum ich das tue und ich sage, es sei nix. Dann begeben wir uns ins Hostel, damit ich mir mein Zimmer sichern kann. Ich habe Glück, denn es ist das letzte freie Bett. Ich schaffe meine Sachen hoch, packe alles aus und packe meinen Rucksack wieder mit den wichtigsten Sachen. Als ich rauskomme, regnet es. Wir entscheiden uns trotzdem für die Fahrradtour, Mo und ich nehmen aber noch ein Regencape, was sich als sehr gut herausstellt. Zwar sind wir nach zwei Minuten Fahrt bereits pitschnass (zumindest unsere Hosen), aber es ist ok…. Die Landschaft ist beautiful, gerade mit dem Regen, der über den Feldern und Hügeln liegt und es passt einfach alles…. Es ist gut so, wie es ist. I enjoy it very much und ich bin froh, dass wir die Fahrräder genommen haben…. Ich läschel…. Es wäre einfach nicht dasselbe gewesen im Bus…. Das Gefühl, die Natur spüren, der Regen im Gesicht, der Winde, das Rauschen des Meeres, … alles….. Im Bus hätte ich es nie so intensiv erlebt.
Wir fahren in Richtung Dun Angus, einem Ringfort am Rand hoher Klippen. Im Touristencentre am Fuß des Berges lesen wir kurz auf den Tafeln ein wenig über die Geschichte des Forts. Als wir den Aufstieg antreten, hat es aufgehört zu regnen. Es ist windig, aber es ist warm und ich genieße die Umgebung… Wir schauen aufs Meer – auf beiden Seiten! – wir schauen auf Steine, wir schauen auf Grasflächen…. Ich läschel wieder und Ronan sieht es again und meint etwas in der Art wie, dass ich in meiner eigenen Welt bin und ständig läschel…..
Oben ist es noch viel windiger, aber ebenso wunderbar…… Wir können direkt bis an den Rand der Klippen laufen. Als ich am Rand der Klippen liege, mich festhalte und nach unten schaue, direkt in die Brandung und den Wind und den Druck und die Meerluft spüre, habe ich das gleiche Gefühl, wie vor fast 6 Jahren, als ich an den Niagara Fällen stand und der Druck, der durch das Wasser entsteht, mir fast den Atem nahm…… Dieses Gefühl, was ich immer in mir trage, und hier auf dieser Insel wieder das gleiche…….  So etwas kann mir keiner nehmen… und es kann keiner nachempfinden, ich kann es auch nicht beschreiben, so etwas musst Du selbst spüren…………… Es ist unglaublich.
Wir schauen uns ein wenig um im Fort, die Steinmauern haben eine interessante Struktur. Wir fotografieren viel. Dann laufen wir wieder nach unten, wir wollen noch zu den Seven Churches, strampeln einen Berg hoch, es ist anstrengend für mich, natürlich bin ich langsamer als die Jungs. Oben muss ich erstmal durchatmen – es hat wieder angefangen zu regnen. Ronan versucht sich bei mir zu entschuldigen, er meint „I’m sorry if it’s not what you expected by coming here“ … Und ich versuche ihm klar zu machen, dass ich es absolut nicht bereue, dass es wunderbar ist so wie es ist….. Den Berg wieder runterzurasen, den Wind und Regen im Gesicht – das war es wert den Berg auch hochzuradeln!
Wir fahren einen anderen Weg nach Kilronan zurück, direkt an der Küste lang, der ist auch etwas weniger hügelig. Es regnet nicht mehr, es ist nur sehr windig…. Ich läschel die ganze Zeit und erkläre Ronan wieder, dass es genauso gut ist, wie es ist und läschel und bin glücklich und sage ihm auch, dass ich happy bin und er meint: „You are the happiest German I ever met.“
Wir kommen in Kilronan an und essen bei Supermacs (sowas wie McDonalds) – ich kann es gar nicht glauben, dass die sowas auf der Insel haben!!!!!! Dann müssen die Jungs zu ihrer Fähre, ich bringe sie zum Boot, gebe Mo noch meine Mail-Adresse und dann sind sie weg und ich bin allein…… Anja allein auf Arann…..
Ich gehe zurück, gehe noch ins Touristenoffice und frage, ob Boote zu einer der anderen Inseln gehen. Sie können es nicht sagen und bitten mich am nächsten Tag wieder zu kommen. Ich laufe zum Aran Sweater Market, da ich mir schon bevor ich nach Irland kam, vorgenommen hatte so einen Pullover zu kaufen…. Ich finde im Markt auch einen schönen, allerdings gibt es ihn nicht in meiner Größe…. Ich rede mit der Verkäuferin, sie meint, man könne auch über das Internet bestellen und schreibt mir die Daten auf….. Ich schaue mich noch ein wenig um…. und dann , keine Ahnung, wie ich plötzlich darauf komme, frage ich die Verkäuferin, ob die Pullover denn auch alle auf den Inseln produziert sind und sie antwortet direkt „No, they are produced in Cork and County Clare.“ …. und ich …. kann es nicht fassen, bin sprachlos und stotter nur etwas von „lokal persons“ und die Frau meint nur, es gebe tatsächlich noch Leute auf der Insel, welche die Pullover selbst herstellen, aber sie kann mir niemanden nennen….. Und ich gehe aus dem Laden mit einer Mordsenttäuschung in mir…. Das erste Mal seit zwei Tagen, dass ich enttäuscht von etwas bin…… Ich gehe zurück ins Hostel, nehme eine richtig warme Dusche und räume mein Bett leer…. Dann schnappe ich mir meine Reiseführer und begebe mich nach unten in die Küche und den TV Room, mache mir einen Tee und treffe auf Shannon, eine Kanadierin, in meinem Alter ungefähr, die in Irland herumreist. Wir unterhalten uns nett und beschließen dann zusammen in die American Bar zu gehen, weil wir wissen, dass dort irgendwie Live Music sein soll. Ist auch, drei Brüder, der älteste vielleicht 12, spielen Akkordeon, Fiddle, Flöte, Gitarre!?, Bodhram und singen – auch auf gälisch – und es ist wirklich ganz nett. Dann gehen wir ins Hostel zurück und gehen ins Bett.
Montag, 18.08.2008
Ich wache auf, weil die Französinnen im Zimmer zeitig aufstehen, um die Fähre zu nehmen. Es ist gegen 8 Uhr und ich muzel noch ein wenig vor mich hin. Viertel nach 8 stehe ich auf, ziehe mich an und begebe mich nach unten zum Frühstück, was im Preis included ist. Shannon kommt dann auch, sie will heute die Fahrradtour machen, die ich einen Tag zuvor absolviert habe. Wir tauschen noch Emailadressen aus, dann macht sie sich auf den Weg, ich gehe nach oben und packe meinen Rucksack. Dann gehe ich nach unten und frage Marco, den Rezeptionisten des Hostels, ob er weiß, wo ich einen Aran Sweater kaufen kann, einen real Aran Sweater. Und er kann mir nicht helfen, allerdings sagt er, dass halb 11 der Pub nebenan aufmacht, dessen Besitzer sicherlich etwas weiß. Ich laufe in der Zwischenzeit etwas umher, es ist sehr still, die ganzen Touristen sind noch nicht da, …. Einsam am Pier…. Der Geruch des Meeres…….. Ich liebe es!
Marco und ich gehen zu Steve, dem Pubbesitzer, und er meint, „Ja, Mary O’Flaherty“ und zeigt mir auf der Karte, wo das ist……. und ich laufe los, brauche eine Stunde bis dahin, aber es ist schön, es ist warm, die Sonne scheint und ich laufe durch eine tolle Landschaft….. Und dann komme ich bei Mary an…. und unterhalte mich mit ihr…. und erkläre ihr, dass ich total enttäuscht war von den Pullovern unten im Dorf und ich probiere verschiedene Pullover an und finde auch einen schönen…. und sie erzählt ein wenig….. Das mit den Touristen und alles ist in den letzten fünf Jahren immer schlimmer geworden…. Ich meine zu ihr, dass ich richtig geschockt war, als ich von der Fähre kam und die Busfahrer durcheinander schrien, ob ich nicht eine Bustour machen möchte…. Richtig agressiv… und Mary meint, das die Busfahrer selbst sie ansprachen, ob sie nicht eine Bustour machen möchte, wenn sie von der Fähre kommt, obwohl Mary ja keine Unbekannte ist auf der Insel……
Ich bin glücklich und laufe strahlend nach Kilronan zurück – wiederum eine Stunde. Dann mache ich mir Mittag und treffe auf Sina, eine Deutsche, die im Hostel arbeitet…. Wir unterhalten uns ganz nett und sie beschreibt mir einen Weg zum Black Fort, einem zweiten Fort auf der Insel, wo aber kaum jemand hinkommt, weil man nicht mit dem Bus hinkommt und weil die meisten Touristen sich nur auf die ausgeschilderten Sachen konzentrieren….. Ich laufe also los, biege nach einem kleinen Strand einen Feldweg ab und laufe den Berg hoch… Der Weg ist steinig und schwer……. nein im ernst, der Weg ist wirklich voller Steine ….. Und oben laufe ich auf das Fort zu… und bis an die Klippen und….. it’s so beautiful… Just me, the waves, the cliffs and nothing else…… Nur ich, die Wellen, die Klippen….. Ich lache, ich schreie, ich jubel, ich atme……….. Und bin einfach nur glücklich…… Ich fotografiere unglaublich viel… aber das muss auch sein, hier an diesem unglaublichen Ort….. ich würde gern ewig hier bleiben…… alles ist so unbedeutsam… ich sitze da, ich laufe an den Klippen entlang….. ich denke nach…  ich denke daran, was ich auf Arbeit zu tun habe, ich denke daran, was ich eigentlich noch alles nebenbei erledigen müsste……. und dann schiebe ich all das beiseite, denn es ist in dem Moment so unwichtig, alles außerhalb der Insel ist egal….. it doesn’t matter…… because es ist nur der Augenblick, der gerade zählt und ich genieße es….. ich genieße es, nur auf die Wellen zu sehen und zu atmen, zu leben…… Das Paradies auf Erden…. Der schönste Fleck, den ich in meinem Leben bisher gesehen habe…… The best place ever…….
Nach 3 Stunden wird es langsam doch ganz schön kalt und es dämmert schon ein wenig und so laufe ich dann doch wieder nach unten, auch wenn ich dort oben wirklich ewig hätte bleiben können…..  Sina sitzt mit ihrer Kollegin vor dem Hostel auf der Mauer…. ich setze mich dazu… sie bietet mir ein Cider an, was ich dann auch dankend annehme ^^ Irgendwann kochen wir…. die Soße sieht lecker aus, dann passiert das Missgeschick: Als Sina das Salz nimmt, geht der Deckel ab … und natürlich kommt viel zu viel Salz in die Soße….. Valerio – ein mit Sina und Marco befreundeter Italiener, der im Aran Sweater Market arbeitet – kommt auch noch vorbei und versucht die Soße zu retten – vergeblich! Am Ende ist die Suppe extrem scharf, salzig und knoblauchig….. Wir trinken noch Rotwein und reden und reden und es ist um 2 als ich ins Bett gehe… vorher gebe ich Sina noch meine Emailadresse. Oben wecke ich alle im Zimmer auf, kann meine Sachen nicht mehr packen, finde meinen Wecker nicht und die eine Amerikanerin stellt für mich ihren….. Ich falle totmüde ins Bett.
Dienstag, 19.08.2008
Um 7 klingelt der Wecker, ich stehe auf und mache mich fertig, packe meine Sachen und gehe kurz vor 8 nach unten. Um 8 wird die Küche aufgemacht. Ich stecke die Batterie meiner Kamera an die Steckdose. Ich schmiere mir schnell mein Baguette, würge mir noch Toast hinunter und laufe los. Ich will auf die Fähre und die meinen „Right boat, wrong ticket“ …. es ist die andere Firma… und ich Tollpatsch habe mir 8.30 Uhr als Uhrzeit eingeprägt gehabt, meine Company ist aber schon um 8 gefahren…… Ich stehe da…. und dann meint einer: „Komm schnell rauf“ … und nimmt mein Ticket… und ich sitze in der Fähre…… und denke nach…. und plötzlich…. fällt mir meine Batterie wieder ein….. ich renne los…… und am Ende des Piers denke ich mir: Warum rennst du eigentlich? Warum hast du es so eilig? Ist doch egal, it doesn’t matter!!!!!! Und schlender gemütlich zum Hostel zurück….. Oben auf der Mauer sitzt Valerio…. und ich zucke nur die Schultern und meine: Meine Batterie steckt noch am Strom. Und oben aus dem Fenster guckt Marco und schaut mich fragend an und ich erkläre dasselbe…. und er lacht….. Ich gehe in den Aufenthaltsraum, stelle meine Sachen ab und mache mir eine warme Milch – ich habe ganz schöne Halsschmerzen, deshalb. Ich gehe nach draußen und setze mich zu Valerio auf die Mauer…… und es ist wunderbar. Auf den kleinen Hafen schauen, die Ruhe (keine Touristen!), das Meer……. Immernoch alles so unbedeutsam……. Und etwas weiter draußen sehe ich die Fähre schippern und ich wunder mich über mich selbst…. die Planvolle, die immer doppelt checkt, wann denn nun die Verkehrsmittel starten……. und gerade ich…. verpasse die Fähre, vergesse die Batterie……. Ich frage mich, ob das ein Zeichen ist……… Vielleicht macht das die Insel mit dir, dass es egal ist, ob du nun morgens fährst oder erst mittags……

Als Marco später wieder in der Küche ist, meint er zu mir, dass er glaubt, ich will gar nicht gehen………. Ich lache nur und denke: Eigentlich hat er Recht.

So sitze ich abwechselnd auf der Mauer und im TV-Raum und trinke Tee und schaue aufs Meer und genieße die Sonne und erfreue mich an meinem Aran Sweater, den ich an habe, und freue mich überhaupt über alles…… ich läschle und bin glücklich.

Um 12 Uhr legt die Fähre ab. Auch diese Überfahrt ist wundervoll und gleichzeitig von starker Melancholie geprägt. Ständig schaue ich zurück zur Insel und will am liebsten, dass das Schiff wieder umdreht. In Rossaveal steige ich dann in den Bus und bin froh, dass keine Musik läuft. Ich denke nach und bin traurig, ich sehe die Landschaft, doch etwas in mir……. will zurück, zurück an diesen wunderbaren Ort so weit im Westen Europas, entfernt von all dem, was manchmal Nerven raubt…… In Galway gehe ich ins City Museum, aber kann mich nicht so richtig konzentrieren, denn ich bin sehr müde…. Ich laufe hin und her…. dann gehe zum Eyre Square und stolper über das kleine Touristenoffice dort. Ich frage, was ich innerhalb von 2 Stunden noch per Fuß erreichen kann und sie erklärt mir, wo ich das Castle finde, die Kathedrale und Nora Barnacles Haus…… Ich laufe zu Lynchs Castle und stelle fest, dass ich schon mehrere Male daran vorbeigelaufen bin… Heute ist eine AIB-Bank darin, darum war es mir gar nicht so aufgefallen…… dann laufe ich in eine kleine Gasse und finde Nora Barnacles Haus, total grau und unscheinbar, nur die blaue Tür sticht hervor….. Nora Barnacle war die Frau von James Joyce…… Dann laufe ich zur Kathedrale….. Sie ist zwar längst nicht so beeindruckend wie die in Fourvière in Lyon, wo ich im letzten Jahr war, aber sie ist auch schön….. die Orgel ist groß…….. dann laufe ich auf den Ausgang zu… und sehe zu meiner Linken die Kerzen…… und irgendwie – ich weiß nicht warum, ich weiß auch nicht, warum gerade in Galway in Irland – aber ich muss an Herrn Fischer, meinen ehemaligen Kunstlehrer, denken, der letztes Jahr im August gestorben ist……. und ich zünde eine Kerze an…… und stelle sie auf einen der Ständer…. und muss auf einmal weinen und setze mich kurz und weine und weine………. Und als ich aufhöre zu weinen, gehe ich nach draußen und begebe mich zurück und gehe zum großen Touristenoffice, wo ich meinen Evaluationsbogen abgebe und nach einer Fotoausstellung im Corbett Court frage, die mir Ronan per SMS noch empfohlen hatte….. Leider finde ich sie nicht und setze mich dann geschafft am Eyre Square auf eine Park Bank und warte auf meinen Zug……
Ich sitze im Zug…. ich will eigentlich schlafen, weil ich extrem müde bin…… Aber zwei Spanier setzen sich neben mich und ich unterhalte mich mit ihnen….. Antonio heißt einer von ihnen, Rodrigo der andere…….. wir unterhalten uns sehr nett….. und als wir in Dublin aussteigen und ich dann doch einen Bus nehmen will, überlege ich noch, ob ich ihnen meine Emailadresse gebe, tue es nicht… und sie sagen auch nichts weiter außer tschüss…… mmmh… hinterher ärgere ich mich ein bisschen…… Ich laufe an der Liffey entlang, steige dann in einen Bus zur O’Connell Street, steige dort aus, laufe zu meiner Haltestelle und erwische noch den 21.30 Uhr Bus….. 22.30 bin ich zuhause und falle ins Bett…….. ich strahle, bin glücklich und schlafe läschelnd ein.

Incredible 1 – Galway, Burren, Cliffs of Moher

Freitag, 15.08.2008Gepackt habe ich bereits am Donnerstagabend. Holger lässt mich freundlicherweise eine halbe Stunde eher gehen, damit ich meinen Zug nach Galway rechtzeitig erreiche. Ich steige an der Pearse Street in den Bus, fahre bis zur Heuston Station (ja, das wird tatsächlich wie „Juuustn wir haben ein Problem“ ausgesprochen). Ich kaufe mein Ticket und laufe zum Bahnsteig… Was für ein alter Zug, organge, sieht heruntergekommen aus. Eingestiegen, Platz genommen und auf geht’s in Richtung Westen. Trotz Müdigkeit bleibe ich den größten Teil der zweieinhalbstündigen Fahrt wach… Irland ist so grün, Irland ist wunderschön, auch und gerade mit Regen… Ich steige in Galway aus dem Zug – es regnet – und begebe mich aus dem Bahnhofsgebäude, steige in ein Taxi – ein B&B habe ich bereits reserviert, da ich ja so spät abends ankomme. Um 9 Uhr klingel ich an der Tür, eine ältere Dame macht mir die Tür auf, wir verabreden das Frühstück für 8 Uhr am Morgen. Ich falle todmüde ins Bett.

 

 

Samstag, 16.08.2008Zum Frühstück gibt es Scone und Toast und Cornflakes und Obst und Tee. Dann packe ich meinen Rucksack und laufe los. Es gib einen Weg direkt neben den Schienen mit einer Brücke über den Fluss und ich erreiche innerhalb von 15 Minuten Fußweg Galways Innenstadt. In dieser Zeit hat es im Übrigen sehr geregnet, mein Rucksack ist etwas nass, meine Jeans ebenfalls. Es hält sich aber noch in Grenzen. Ich begebe mich ins Touristen-Office, buche eine Bustour zu den Cliffs of Moher und zum Burren, dem Hochplateu südlich von Galway. Zudem buche ich die Fähre nach Inismore (Arann Islands). Dann kaufe ich schnell im Dunnes Store noch ein Baguette und ein paar Cracker. Salami hatte ich von zuhaus mitgenommen. Dann laufe ich zur Merchants Road, wo der Bus abfahren soll. Ich bezahle die Restgebühr, steige in den Bus und es geht los.

 

 

Wir haben einen tollen Busfahrer („Ein Hoch auf unsern Busfahrer, Busfahrer, Busfahrer, ….“) und er fragt erstmal wo wir alle herkommen. Es sind Italiener dabei und Spanier und Schweizer und Deutsche und Japaner und Amerikaner und eine Australierin und ein Franzose …. Je näher wir dem Burren kommen, desto weniger wird der Regen, bei der Ankunft an der Farm, von wo aus die Walking Tour starten soll, nieselt es nur ganz wenig. John führt uns auf dem Privatgelände seiner Familie umher – sie besitzen 2 Hügel im Burren! Ich möchte zwar nicht wissen, in wieviel Kuhscheiße ich tatsächlich während der Wanderung getreten bin, aber das ist auch relativ egal – Die Wanderung war es wirklich wert. Die Landschaft ist wunderschön, man glaubt auf den ersten Blick, alles sei grau. Doch überall wächst Gras und sogar bunte Blüten findet man dort! Den Burren nur im Bus – wie viele der Touren es anbieten – zu erkunden, ist das schwachsinnigste, was man tun kann. Den Burren muss man erleben, sehen, fühlen, riechen…. Die Aussicht ist wunderbar, die Sonne kommt sogar raus, ich kann bis zum Meer sehen. Die Kalksteinformationen sehen sehr interessant aus. John erzählt uns einiges über die Landschaft und auch die Geschichte. Beispielsweise bringen die Bauern hier ihr Vieh im Winter den Berg hinauf, weil es auch im Winter angenehm warm ist und das Gras sich so über den Sommer erholen kann. Zudem zeigt er uns, dass trotz des ewigen Regens der Boden kaum feucht ist, was daran liegt, dass der Kalkstein das Wasser aufnimmt. John erzählt uns auch, wie die Iren früher im Burren wichtige Weisheiten weitergegeben haben. Alles wurde in Legenden und Mythen und kleine Geschichten verpackt. Zum Beispiel heißt es vom Burren, dass er Dir die Seele aussaugt, wenn du den Berg erklimmst und du dann keine Kraft mehr hast, wieder nach Hause zurückzukehren. Darum soll man etwas zu Essen mitnehmen um wieder Energie zu erhalten. Für mich klingt das logisch. John zeigt uns auch die Mauern, die auf den Bergen errichtet wurden. Ja, tatsächlich, es gibt in den Bergen Mauern, die sich einfach vom Fuß des Berges bis an die Spitze erstrecken und aussehen, als sollten sie den Berg einteilen. Doch dahinter steckt eine trauriger, meiner Meinung nach schlimme Geschichte. Zur Zeit der großen Hungersnot in Irland hatten die Menschen nichts mehr zu essen. Die britischen Besatzer sagten sich: Naja, wir wollen ja keine Unmenschen sein, wir geben ihnen Essen. Allerdings nicht umsonst. Sie sollten für die Briten arbeiten. Aber statt Straßen oder irgendwas zu bauen, sollten die Iren nur diese Mauern errichten, die vornehmlich in die Berge hinaufführen. Diese Mauern erfüllten keinen Zweck. Die Briten hatten nur Angst, dass Irland eine wirtschaftliche Bedrohung werden könnte, wenn sie zum Beispiel die Infrastruktur ausbauen. *kopfschüttel* Das hat mich sehr überrascht, sehr enttäuscht, etwas traurig gestimmt…..
Wie die Kinder den Burren genutzt haben, zeigt John uns auch. Es gibt den sogenannten „Sliding Stone“ – das bedeutet, man rutscht auf einem Stein eine Kalksteinfläche hinunter. Zuerst probiert es eine Schweizerin, dann eine Spanierin, dann ein Italiener, dann ein Schweizer… und ich kann ja nicht auf mir sitzen lassen, dass die da um die beste Rutschparty ohne Dschörmeni kämpfen… Also setze ich mich auch auf den Stein und ……. scheitere kläglich, ich falle um und bin danach total weiß ^^

Wir wandern wieder nach unten und ab in den Bus – Immer noch schönes Wetter! Und unser Busfahrer meint (es ist bereits um 1), dass er normalerweise jetzt erstmal nach Doolin zum Lunch fährt, aber weil so schönes Wetter ist und man nie weiß… Und so fahren wir eben erstmal zu den Cliffs of Moher, erreichen diese also auch noch bei Sonne. Die Cliffs sind unbeschreiblich, incredible, unbelievable…. Es ist hoch, es ist windig, es ist ….. Ich könnte tausende Fotos machen….. Und ich glaube, die Fotos sagen auch mehr als Worte je ausdrücken könnten…. Ich finde auch nichts, wie ich euch erklären könnte, wie es dort ist….. Leider haben wir nicht so viel Zeit und müssen wieder zurück zum Bus…..

 

Und direkt als wir wieder im Bus sitzen, 5 Meter nach den Cliffs fängt es an zu regnen und bleibt auch den ganzen Nachmittag so. In Doolin – bekannt für seine traditionelle Musik- und Pubszene – essen wir zu Mittag, und fahren dann an der Küste zurück in Richtung Galway. Dabei gibt es noch eine kleine Sehenswürdigkeit: Black Head. Der Kalkstein ist ja eigentlich sehr hell (zumindest grau). Und bei Black Head wird er total schwarz. Und natürlich gibt es dazu auch eine Geschichte. Ein Pirat hatte den Menschen ganz viel grausames angetan und der Lehan (glaube ich zumindest, dass er so heißt, der keltische Meeresgott) hat diesen Piraten an die Klippen geworfen und prompt wurde er zu Stein und der Stein färbte sich so schwarz wie seine Seele war. Angeblich sieht man in den Klippen das Gesicht (eben den Black Head), aber da es so viel regnet, kann ich nicht klar aus dem Fenster schauen und sehe ihn leider nicht :( Während der Bustour habe ich mich mit Yero (wie Hero ausgesprochen, bloß mit Y), einem Schweizer unterhalten – er spricht neben Französisch und Englisch auch gut Deutsch – und wir verabreden uns mit ein paar Deutschen und einer anderen Schweizerin für den Abend in Galway in einem Pub mit Life Musik.

Da es erst 17.30 Uhr laufe ich wieder zu meinem B&B, aber es regnet extrem und so wird meine Hose bis über die Knie nass und auch mein Rucksack ist durchnässt. Ich hänge alles auf, ziehe mich um und kuschel mich ins Bett, um mich ein wenig aufzuwärmen. Dann mache ich mich auf und nehme vorsichtshalber den Bus nach Galway, weil ich keine nassen Schuhe bekommen möchte. In Galway laufe ich vom Eyre Square zu Shop Street – und bin begeistert. So lebhaft, so viele Pubs, so viele Shops… Nice, very nice. Wir treffen uns in einem Pub namens Taaffes. Wir unterhalten uns, trinken ein bisschen, treffen noch zwei andre Schweizer – die aber aus dem deutschen Teil kommen – , wir genießen die Life Musik. Und dann stelle ich mich an eine anderen Platz innerhalb unserer Gruppe, weil bei mir ständig Leute vorbeilaufen und das nervt. Und auf einmal höre ich zwei junge Männer über History sprechen und mische mich ins Gespräch ein und wir unterhalten uns ganz nett und kommen auch auf die Arann Islands zu sprechen und dann sagen die beiden doch tatsächlich, dass sie auch für den nächsten Tag eine Fähre gebucht haben. Solche Zufälle gibt es doch echt nicht! Als die anderen von der Gruppe weiterziehen, gebe ich Yero noch schnell meine Visitenkarte, aber ich gehe nicht mit, bleibe bei Ronan und Mo und unterhalte mich weiter mit den beiden. Ronan ist aus Irland, wohnt seit einiger Zeit in Galway, Mo heißt eigentlich Mohammed, kommt aus den Niederlanden und die beiden sind Mediziner und haben sich in Sambia kennengelernt. Da Ronan ein Auto hat, bietet er mir an, mich am nächsten Tag abzuholen und mit nach Rossaveal zu nehmen, wo die Fähre ablegt. Ronan und ich tauschen Handynummern aus und die beiden bringen mich zum Taxi. Der Taxifahrer verfährt sich zuerst noch…. Irgendwann bin ich im B&B und falle wieder totmüde ins Bett.

 

 

Janas letzter Tag

Am Freitag war Jana das letzte Mal in der Chamber.
Ich war schon etwas traurig. Schliesslich war sie diejenige, die mir am Anfang alles gezeigt hat und zu der ich mit jeder kleinen Frage gehen konnte. Wir haben uns ja am Anfang auch das Buero geteilt, weil ich anfangs noch bei ihr mit war…. Und in der Anfangszeit waren wir dort ja sogar allein, da Aideen so wenig da war… Und nun ist Jana weg :(
Mmh… nunja…. hier die Bilder von dem Abend.
(Peter traegt uebrigens unsere Taschen. Er hat sich freiwillig zum Packesel gemeldet, jaaaaa, wirklich, als ob wir Maennerquaelerinnen waeren… wird doch nicht!!! Der tut bloss so wehleidig. Soooo schwer wars doch gar nicht……. *ganz doll und frech grins* / Gut, ich habe angefangen, weil meine Tasche wirklich schwer war, weil da noch Milch und Orangensaft und der Grossteil des Inhaltes von dem Packet, was meine Eltern mir geschickt haben, drin war. Und dann haben die anderen Maedels ihm noch ihre Taschen gegeben, bzw. Aldituete ^^)

Wir waren dann im Porterhouse – zum ersten Mal fuer mich – weil Jana unbedingt vor ihrer Abreise noch Erdbeerbier probieren wollte. Ich wollte das auch. Erdbeerbier – sooo krass. Haben auch probiert. Ist sehr suess, noch suesser als Cider, aber ich finds gut. Und dann habe ich auch Chocolatebier ausprobiert. Allerdings konnt ich das nicht austrinken, weil es viel zu bitter war, das ganze Gegenteil von dem, was ich eigentlich erwartet hatte. Trotzdem hab ich die Flasche mitgenommen. (Und das Temple Braeu Glas, wo das Erdbeerbier drin war, auch… *engelsblick*)

Nachtrag 2: Tag Rugby last Match

Wie bereits angedeutet, hier noch der Nachtrag zu unserem letzten Spiel, was wir – natüüüürlich – gewonnen haben! Der Bericht auf Englisch, weil ich einfach keine Zeit habe, einen neuen auf Deutsch zu schreiben, plus die „Awards der Saison“ (also, wer alles für was eigentlich eine eigene Auszeichnung verdient hätte). Der Bericht ist übrigens von Shane geschrieben.

(PS: Inet zuhause spinnt. Eigentlich funktioniert es… Weiß nicht, was da jetzt wieder faul ist.)

DE paddies 17 Jager Bombers 14
 
DE paddies have never done things the easy way, and so it proved in last night’s thrilling Plate Final in Dundrum.  In a classic encounter which see-sawed back and forth, DE Paddies eventually did just enough to take home some well earned silverware.  This was tag rugby at its most exciting.  Indeed, some of the rugby they produced was top notch, and Emer’s two first half tries were of the highest order: the first from taking the ball on the burst at first receiver, and the second following superb passing from Shane and Michael.  By half-time a 12-7 lead had been established, with Peter (outstanding on the night), Michael and Shane adding further points.
 
The second half was a different story, as Jager Bombers fought back, dragging the scores back to 13-13 with a succession of tries as concentration lapsed and tags were missed.  With DE paddies rocking, and hopes of silverware diminishing by the second, it was left to Aideen to side-step the defence, ghost through the gap and over the line for the all-important match-winning try – a score to grace any occasion.  At the time of going to press, DE paddies were last seen drinking from the plate/peanut bowl.
 
Now for the end of season awards:
 
Player of the year: Darragh O’Dowd – tha man lives, eats and breathes tag rugby
Try of the year: Anja’s try vs. Jager Bombers, brilliantly set up by O’Dowd. Peter’s second try last night a close second.
Performance of the year: Beating Jager Bombers 18-7 in the last group match.  Everything came together
Match of the year: last night’s classic.  It had everything!
Most time spent offside: Aideen spent about two thirds of the season offside.  On the ref!!!!!
Substitution of the year: Katarina decides to sub off while the opponents are on our try line yesterday
Most Hail Mary Passes: Michael, by a million miles, but his pass to Emer yesterday for the try was a thing of beauty
Most lip to referees: Shane, though followed closely by Aideen
Altercation of the year: O’Dowd kicks out at the Greek guy on The Fonkies Stop-start
Runner of the year – Jana!  Greased lightning over the ground, but never seemed to believe she hadn’t been tagged!
Most time spent face down in the mud: Aideen couldn’t stop falling, but Verena wins by a hair.  Get the girl a pair of boots!
Knock-on of the year: Shane, going dummy half and immediately dropping the ball with no-one near him and asking if he could take it again
Craziest pass of the year: Peter tries a behind-his-back flip pass on tag zero in the semi-final
Ringer of the year: Aoife Broderick puts in an outstanding display against The Fonkies – sign her up!
Hotpants of the year: There can only be one winner… step forward Aideen
Forward pass of the year: Patrick passes the ball yards forward to O’Dowd just as he’s tagged
Cameo of the year: Ralf, who turned up for one match, looked like he had a career in tag, once he stopped running miles in front of the play
Injury of the year: ringer Neal Dunne’s tag career is over after 5 minutes as he almost dislocates his thumb
And finally…
On-field stripping of the year: Bernadett decides to exchange shirts before the final whistle
 
Well done everyone, great season, hope the plate is getting pride of place in the Chamber!  Let me sign off for the season by paraphrasing the immortal words of legendary Irish rugby pundit George Hook: ‘There lies a soul so dead who hates [tag] rugby’.

Jana zu Besuch + Ralfs Geburtstagsparty

Ich habe zurzeit kein Internet zuhause, das ist blöd. Anne hat ihrem ehemaligen Fitnesstrainer, der ja mit Leukämie im Krankenhaus liegt, unseren W-Lan-Stecker gegeben und hat dafür eine Art Rooter bekommen. Leider haben wir es bis jetzt noch nicht hinbekommen das anzuschließen. Bin sehr traurig deswegen, weil ich schon ganz gern mit euch kommunizieren wöllte.

Am Dienstag war ich ja im Fitnessstudio und habe eine Mitgliedschaft abgeschlossen. Teil davon ist es, am Anfang zu testen, wie fit man ist, um erstens ein Programm aufzustellen, zweitens um Ergebnisse auch messen zu können. Interessante Dinge habe ich da am Donnerstag dann erfahren bei meinem Test. Mal schauen, wie das Programm jetzt aussieht, Dienstag geh ich wieder hin.

Freitag waren wir abends noch auf ein Feierabendbier im O’Donoghues. Und dann ist Jana mit zu mir nach Hause gefahren. Und ihr gefällt es sehr sehr gut und sie meinte auch, dass sie es verstehen kann, dass man so einen weiten Weg auf sich nimmt, um es so schön zu haben.

Wir waren dann gestern im Ardgillan Castle wegen den Rosen, die Anfang Mai als ich mit Parents dort war noch nicht blühten. Allerdings waren sie jetzt mittlerweile schon fast verblüht. Sah aber trotzdem schön aus.

Und dann sind wir wieder zurück, haben kurz (20 min) bei mir gemuzelt und sind dann am Strand entlang nach Rush reingelaufen.

Von Rush aus haben wir dann den Bus wieder reingenommen und sind dann zu Verenas Haus, weil ihr Freund – Ralf – in seinen 25. Geburtstag reinfeiern wollte. War ganz schön, nur leider ist niemand so richtig schlafen gegangen. Ich bin zwischendurch auf dem Sessel mal kurz weggenickt, aber naja….

um 6 Uhr morgens kamen die übrigen Jungs auf die Idee frühstücken zu gehen. Wäre ja toll gewesen, aber sie waren zu betrunken und einfach nur peinlich. Darauf hatte ich dann keinen Bock und ich bin bei wunderschönstem Sonnenschein, blaustem Himmel und so frischer Morgenluft ( DUBLIN – GROßSTADT!!!!!!) in die Innenstadt gelaufen und dort hab ich dann auf den Bus gewartet, der 9.30 Uhr kommen sollte. Es war teilweise so warm in der Sonne und aufgrund des Schlafmangels gings mir auch nicht so besonders, hab mich dort auf den Boden hingesetzt an der Haltestelle meine Sachen um mich gebaut und geschlafen. Als der Bus endlich kam, bin ich rein und hab mich auch erstmal wieder hingelegt und bis nach Rush raus geschlafen, oder es zumindest versucht…. Nunja.

Zuhause angekommen, erstmal schlafen gelegt anderthalb Stunden. Dann bin ich von einem extremen Krampf in der linken Wade aufgewacht und war relativ munter. Der Krampf ging dann zum Glück weg, ich bin aufgestanden und Annes Tochter Amanda war mit ihrem Mann da….. Sie hatten eine Nachricht für Anne…… Sie kriegen Zwillinge!!!!!!!! (haben das Donnerstag erst erfahren und ihr jetzt erzählt)
Ich bin nur runtergekommen und habe gesehen, dass sie ein Ultraschallbild in der Hand haben und habe danach gefragt und sie hat es mir gezeigt und da waren zwei runde Sachen zu erkennen……. wow…… Anne konnte es gar nicht richtig begreifen….. It’s so nice.
Im September kommt ja erstmal bei Susan „Baby number two“ und im Januar oder so dann die Zwillinge bei Amanda….. Achja…. *seufz*

Den Text hier habe ich Sonntagnachmittag geschrieben, nur aufgrund des Internets schnell hier auf Arbeit reingestellt.

Ich vermisse euch. Aber es ist gar nicht mehr so lang hin. Es sind GENAU NEUN WOCHEN bis ich nach Deutschland zurückkehre. NEUN WOCHEN!!!! Das ist gar nichts. Trotzdem bin ich etwas homesick…… Jetzt gerade nichts von euch zu erfahren, wegen dem blöden Internet….  Melancholie…..

Shopping mit Jana und Wochenplan

Gestern war ich in dem großen Dundrum Shopping Centre zusammen mit Jana…. anfangs hab ich ja noch nach Klamotten geschaut, aber wo ich bei H+M die tollen Tshirts anprobiert habe und … naja…. Klamotten kaufen geht erst wieder… später.

Dafür habe ich mir bei Penneys zwei Schlafanzüge geleistet… Die sind sooooo cute *schmail*
Pictures gibt’s nur auf Nachfrage ;-)

Heute Nachmittag haben wir Tag-Rugby-Training. Morgen abend werd ich evtl. ins Fitness-Centre gehen und hoffen, dass John – der Trainer – da ist. Anne meinte nämlich, die Classes sind ausgesetzt, weil Ferienzeit ist und so wenige letztes Mal da waren. Mal schauen. Mittwoch hab ich abends dann Tag-Rugby-Spiel. Donnerstag evtl. wieder Fitness-Centre oder eventuell Literary Pub Crawl mit Jana oder mal zeitig ins Bett gehen, da ich Freitag auch wieder früh raus muss (Frühschicht Rezeption). Und Freitag kommt Jana wahrscheinlich direkt mit zu mir und verbringt das Wochenende bei mir (Strand+Meer, Balbriggan Ardgillan Castle – Rosengarten, …)

Das alles heißt, möglicherweise bin ich erst Sonntagabend wieder online. Nur zu eurer Information.

I do it my way, Mum

I’m back.
Ich bin wieder in Irrland.

Donnerstag war ein ganz normaler Arbeitstag. Meine Muffins sind alle geworden und auch mein Brot, offenbar war beides lecker. Ein wenig Melancholie hat mich erneut ergriffen, wohl aufgrund der Erinnerung an den Aufenthalt in Deutschland. Vermisse euch eben doch.

Auf Arbeit… nunja. Wir haben eine neue Praktikantin (Katrin) und noch eine weitere Praktikantin (Erika), die aber schon älter ist und nur hier ist durch ihren Mann (der bei einer IHK wohl Geschäftsführer ist oder so). An der Rezeption gibt es genügend zu tun. Und da Holger Urlaub hat (er kommt Mittwoch wieder), hatte er mir Donnerstag wieder viele Aufgaben gegeben. Viel zu viel.
Aber: I do it my way!

Ich habe beim Auspacken zwischen den kopierten Rezepten eine Karte von meiner Mum gefunden, auf der folgendes steht:

Wege

fordern Bewegung,
machen uns Beine,
sind ausgetreten
oder neu.

Sie führen uns zu
vertrauten Plätzen
oder ins Ungewisse,
sie machen Hoffnung,
bergen Spannung.

Wege verzweigen sich
in Auswege, Umwege,
Irrwege, gerade oder
verschlungene Wege.

Am Ziel jedoch solltest
du sagen können:

I did it my way!

 

Freitagabend waren wir dann noch im Pub gemeinsam und wir haben Michaels Freundin kennengelernt. Abends bin ich mit dem Zug nach Hause gefahren und da waren noch zwei Polen, die auch mit dem Fahrrad da waren und die wurden gerade von einem Bekannten abgeholt mit einem Transporter. Und da haben sie mich gefragt, ob ich auch in Rush wohne und da sagte ich: ja. Und die Frau bot mir an, dass sie mich mitnehmen. Also mein Fahrrad hinten drauf gepackt und uns zusammen vorn reingequetscht. Sie sagten, sie sind aus Polen. Dann haben sie gefragt, wo ich herkomme. Und ich sagte „I’m German. I’m sorry.“ Ich frage mich und grüble bis jetzt, warum ich diese Entschuldigung angefügt habe. In dem Moment wohl, weil alle drei Polen waren und ich eben nicht. Trotzdem verwirrt mich mein „Sorry“ sehr. Ich muss mich nicht für meine Nationalität entschuldigen. Schließlich fühle ich mich in Deutschland zu Hause und wohl, das ist meine Heimat, dort liegen meine Wurzeln, meine Herkunft.
Die beiden Männer konnten nicht so gut English, ich habe sie schwer verstanden, sie haben sich dann auch auf Polnisch unterhalten. Ich habe die Frau dann gefragt, was sie macht. Sie ist erst seit einem Monat in irland und studiert English und Französisch. Sie meinte mit einem Schmunzeln, das sei eine Horror-Kombination. Sie haben mich dann direkt in Rush vorm Post Office rausgelassen und ich musste nur noch die Skerries Road entlang radeln. Es war relativ warm und ich konnte das Meer ganz laut rauschen hören. Sogar noch als ich zuhause war und mein Zimmerfenster vor dem Schlafen gehen geöffnet habe. Es ist wunderbar die Wellen beim Einschlafen zu hören!

Heute habe ich ein bisschen recherchiert, wo ich noch überall hinfahren möchte in Irland, war wieder am Meer (siehe Fotos unten) und gerade eben hab ich meinen Rückflug gebucht:
14. September, Start: 6.40 Uhr in Dublin; Landung: 9.50 Uhr Berlin Schönefeld; Aer Lingus

Finaleee, oho, Finale, oooohoooo

Diesmal gar nicht viel Text. Deutschland hat gewonnen – juhuuu :)
Und ich fliege in ein paar Stunden. Momentan ist es hier halb 3; um 4 fahren wir los. möchte gern schon halb 5 dort sein. Und 6.05 Uhr (da ist es 7.05 Uhr dt. Zeit) hebt mein eitléan ab. Und 9.10 Uhr deutscher Zeit lande ich in Börlin :)
See you guys :)

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